Im Museum Eindruck gemacht – Junge Preisträger geben sich die Ehre

Von 30 Teilnehmern, die zum Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ nach Garmisch eingeladen waren, berichtete Lothar Kirsch am Sonntag beim Preisträgerkonzert im Neuen Stadtmuseum, hatten 20 einen 1. Preis erlangt. Auf die Quote von 66 Prozent kann der Leiter der Städtischen Sing- und Musikschule Landsberg stolz sein und, wie die angehenden Musiker dem Publikum im Saal mit ihren kleinen Stücken zeigten, objektiv zu Recht. Ganz erstaunliche Fertigkeiten mit ihren Instrumenten waren da von den Sieben- bis 13-Jährigen bei den kurzen Stückchen zu hören.

Ob Harfe, Blockflöte, Gitarre, Violine, Schlagzeug oder Klavier – die Schüler beherrschen ihr Instrument für ihr jeweiliges Alter und Entwicklungsstand hervorragend und stehen ohne größere Scheu vor einer kritisch-wohlwollenden Zuhörerschaft, die zum großen Teil aus Eltern, Freunden und Bekannten besteht. Das Konzert gliederte sich in vier Themenblöcke. Die erste Gruppe bildeten die Blockflöten, zumeist in Klavierbegleitung, mit Ausnahme des hübschen Eingangsstücks, das mit Harfenbegleitung durch Carmen Steinmeier) von Anna Steinmeier vorgetragen wurde. Eine sehr gute musikalische Anlage lässt sich bei Anna beobachten, die auf der Blockflöte wie später auch auf der Violine beeindruckt. Sicher ist das Spiel von Nicolas Schestak, Carla Hengel und Sophie Wendinger, flott das nette Stück von Pete Rose „The kid from Venezuela“. Erfrischend wie da Teresa Hüttner beim Spiel den Rhythmus mit den Fingern schnippst. Überraschend, wie Carmen Steinmeier das sehr klangorientierte Stück „Herbstmusik“ von Markus Zahnhausen verinnerlicht hat und sehr inspiriert den Herbst vor dem inneren Auge der Zuhörer farbenfroh entstehen lässt. Ebenso frisch und klangintensiv war die Intonierung des Stücks „Der Lech“ des Zeitgenossen Stefan Schmid durch das Schlagwerk-Quintett mit Leon Dorn, Korbinian Fichtl, Philip Hätscher, Lukas Krauß und Julius Michel – im vierten Teil des Konzerts. Hier verwandelt sich ganz aufregend der Saal im Neuen Stadtmuseum in eine Flusslandschaft mit Tiergeräuschen, Rauschen des Wassers und Wind. Volles Klangvolumen Die zweite Abteilung bildeten die Klavierspieler. Eine gute Idee war es, die jungen Musiker vierhändig auftreten zu lassen. So kann, wie es Armin Alexander Hiltl und Jona Zöllner etwa bei Johannes Brahms’ „Ungarischen Marsch Nr. 5“ gezeigt hatten, richtig Eindruck gemacht und ein volles Klangvolumen erzeugt werden. Gefällige, nette Kompositionen von Edvard Grieg und Anton Diabelli trugen Christian Bernd und Godwin Schmid sowie Eliane Abe und Leon Dorn vor. Den dritten Teil des Preisträgerkonzerts bestritten die Violinisten. Hier traten die bereits erwähnte Anna Steinmeier mit einem Divertimento von Daniel Steikelt sowie Teresa Mauch mit einem schweren „Slawischen Tanz“ von Grazyna Bacewicz auf. Den „Bauerntanz“ von Jenö Takács spielte sehr gewinnend Juliane Doiwa. Die Vorbereitung zählt Musikschulleiter Lothar Kirsch sagte zu Beginn, dass das Allerwichtigste gar nicht der Wettbewerb sei, sondern die Vorbereitung darauf. Ohne die Eltern, die hinter den Kindern stünden, ohne die Musiklehrer und schließlich ohne den Fleiß der jungen Eleven gäbe es keinen Fortschritt. Es gibt beim Erlernen eines Instruments keine kurzen Wege, möchte man ergänzen, denn nur durch kontinuierliches Üben kommt man weiter. Der kleine Saal im Neuen Stadtmuseum Landsberg war übervoll. Das spricht für die besondere Reputation, den die Musikschule bei den Eltern hat. Leider vergaß manch übereifriger Vater mit seiner Kamera, dass auch noch andere Zuhörer im Saal saßen…

Meistgelesene Artikel

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Noch ein Protest-Kunstwerk

Holzhausen – Wie einst Asterix und seine Gallier gegen die Römer kämpfen Daniel Fusban und seine Holzhauser Mitbürger gegen die übermächtige …
Noch ein Protest-Kunstwerk

"Wir wollen Hilfe zurückgeben"

Landsberg – Mal eben den Rasen mähen oder kurz zum Arzt fahren – kein Problem für die Meisten. Alleinstehende oder Senioren stoßen jedoch mit diesen …
"Wir wollen Hilfe zurückgeben"

Kommentare