Nach zwei Dämpfern zum Schlusslicht

Im Basketball ist Vieles möglich; das zeigten auch die letzten Saisonspiele der Heimerer Schulen Basket Landsberg: vor drei Wochen besiegte die HSB mit der besten Saisonleistung den Tabellendritten Gotha vor allem in der Höhe überraschend mit 99:81, nur um am darauf folgenden Wochenende beim Tabellensiebten Rattelsdorf mit 105:100 zu verlieren und zuletzt gegen Tabellenführer und Lokalrivalen Leitershofen/Stadtbergen die höchste Saisonniederlage (87:111) zu kassieren. Nach dem spielfreien Osterwochenende stehen die Jungs von Trainer Sascha Kharchenkov am Samstag in der Pflicht, zu beweisen, dass in dieser Sportart und dieser Liga doch nicht Alles möglich ist, denn sie gastieren beim Tabellenletzten der Regionalliga Südost, Srbija München.

„Gott sei Dank haben wir nach dieser Pause keinen schweren Gegner“, sagt Kharchenkov mit Blick auf das vorletzte Saisonspiel. Zwar wird er mit Fabian Kirchhoff (Urlaub) auf seinen mit 18,6 Punkten pro Spiel drittbesten Punktesammler verzichten müssen, doch das war schon in Breitengüßbach kein Problem. Damals fehlte außerdem Marcus Kästner, der aufgrund einer Fußverletzung gegen Leitershofen nur sporadisch zum Einsatz kam. Auf seine Genesung baut Kharchenkov, denn gegen Srbija sollte genug Spielzeit für die jungen HSB-Akteure abfallen. Mehr Klasse „Für uns ist das eine gute Möglichkeit, das Zusammenspiel zu üben. Aber natürlich müssen wir gewinnen“, so der Chef-Trainer, der genau darin die Überlegenheit des designierten Meisters Leitershofen im Spiel vor einer Woche sah. Für Kharchenkov wären die Augsburger der verdiente Meister, da sie individuelle Spielstärke mit starkem Zusammenspiel kombinieren. Gotha, vor der Saison Top- favorit, habe zwar noch mehr individuelle Klasse, doch ist im Teamplay nicht so stark. Warum die Landsberger sich im Derby nicht auf diese Tugend besannen, kann sich Kharchenkov selbst nicht so recht erklären. „Vielleicht haben alle gedacht, wir können so spielen wie gegen Gotha, aber ich hab schon vor dem Spiel gesagt, dass es schwerer wird. Als es dann nicht lief, wollten alle zeigen, dass sie gute Spieler sind. Das Herz wollte, aber der Kopf konnte nicht“, sucht der zweimalige Weltmeister nach einer Erklärung. Während es bei den etablierten HSB-Stammkräften nicht rund lief, kann ein Youngster stolz auf seine gezeigte Leistung sein: Lorenz Schwinghammer. Der 21-jährige spielte das komplette letzte Viertel durch und wusste sich durchaus für mehr Minuten zu empfehlen. Seine zwei Offensivrebounds führten beide zu Punkten. Einen davon stopfte er sogar direkt in den Korb. Nun hofft er gegen Srbija München auf noch mehr Minuten. Spielbeginn ist am Samstag, 10. April, um 18 Uhr in der Dreifachhalle der Berufsschule an der Riesstraße 32 -44. Saisonfinish Genau eine Woche später zur gleichen Zeit lädt die HSB dann zum großen Saisonfinish gegen den zweiten Verein aus der Landeshauptstadt, Telemotive Basket München. Mit dem Absteiger aus der ProB – momentan auf Platz 8 in der Regionalliga – hat man noch eine Rechnung offen, denn das Hinspiel verlor man nach einer desaströsen Leistung deutlich mit 114:91.

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