Die Nahversorgung sichern – Neuer Lebensmittelmarkt an der Breslauer Straße:

Der nächste große Schritt bei der Entwicklung des Standortes für den geplanten Einkaufsmarkt in der Breslauer Straße ist getan. Mit 18:7 hat der Stadtrat am vergangenen Mittwoch den entsprechenden Bebauungsplan gebilligt. Weiterhin votierte er mit nur einer Gegenstimme für die Planung „Bolzplatz West“. Die Anlage westlich des Klinikums ist Ersatz für den bestehenden Kinderspielplatz an der Breslauer Straße, der dem Neubau teilweise zum Opfer fällt

Wie mehrfach im KREISBOTEN berichtet, möchte der Lebensmittelkonzern REWE seinen Markt an der Holzhausener Straße demnächst schließen. Mit rund 1050 Quadratmeter Verkaufsfläche inklusive Getränkesortiment sei er weder rentabel zu bewirtschaften noch konkurrenzfähig. Um die 1900 Quadratmeter seien heutzutage erforderlich. Der großen Mehrheit der Ratsmitglieder, allen voran dem Oberbürgermeister, ist sehr an der wohnortnahen Versorgung gelegen, aktuell eben in diesem Teil des Landsberger Westens. Deshalb stieß man die Entwicklung der öffentliche Grünfläche an der Breslauer Straße mit dem Ziel an, den Fortbestand des Lebensmittelmarktes zu sichern. Das Grundstücksgeschäft ist mittlerweile über die Bühne, knapp 7600 Quadratmeter des Areals sind verkauft. Von dem Spielplatz bleiben im Norden gerade mal 1450 Quadratmeter erhalten, der Bolzplatz fällt dem Projekt komplett zum Opfer. Ersatz dafür wird westlich des P&R-Platzes am Klinikum geschaffen. Und darüber hinaus werden auf Anregung von Streetworker Johannes Bieniek auf der Fläche künftig noch Streetball und -hockey sowie Tischtennis mögich sein. Trotz einiger kritischer Stimmen aufgrund der Randlage des neuen Bolzplatzes fiel das Votum für den Bebauungsplan „Bolzplatz West“ mit 24:1 deutlich aus. Rund eineinhalb Stunden beschäftigte sich das Plenum am Mittwoch mit den beiden Bebauungsplänen und der erforderlichen Än- derung des Flächennutzungsplanes. Und so mancher Zuhörer oder Betroffene wunderte sich über die Art und Weise, wie die vielen Stellungnahmen – allein 49 kamen von Privatpersonen – in öffentlicher Sitzung im Schnelldurchlauf abgehakt wurden. Fast ausnahmslos blieb es beim Aufrufen der laufenden Nummer durch den Oberbürgermeister und danach dessen Verweis auf die die Beurteilung der Verwaltung und die Sitzungsvorlage. „Das hat doch mit einer öffentlicher Sitzung nichts zu tun“, murrte ein Anwohner, „da kann doch keiner folgen.“ Mehr Schallschutz Wie auch immer, zum Teil scheinen die Einwendungen in die Bauleitplanung eingeflossen zu sein. So darf der neue Lebensmittelmarkt nachts nicht beliefert und die Lkw-Anlieferzone an der Römerhangkante muss eingehaust werden. Ebenfalls aus Gründen des Schallschutzes sind die Kühlaggregate auf dem begrünten Dach ohne Solaranlagen oder Fotovoltaik auch einzuhausen und Richtung Breslauer Straße zu verlegen. Und letztlich soll eine Schranke verhindern, dass der Parkplatz außerhalb der Geschäftszeiten genutzt wird. An Bäcker und Café im Osten ließen die Ratsmitglieder nicht rütteln. Stadtrat Wolfgang Buttner (ödp) regte an, man könne doch die Abwärme der Kühlaggregate dem nahe Klinikum zur Warmwasserbereitung anbieten. Damit ließe sich die Geräuschkulisse durch die Rückkühlung deutlich reduzieren. OB Ingo Lehmann versprach, diesen Gedanken an die Klinikumsleitung weiterzuleiten.

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