Auf Interesse gestoßen

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Ein Baugutachten für das Blaue Haus liegt dem Gemeinderat bereits vor. Bald soll öffentlich über die Zukunft der kommunalen Immobilie diskutiert werden.

Dießen – Auf Entgegenkommen und Interesse stießen Bürgermeister Herbert Kirsch und sein Mitarbeiter Gustav Arnold (Bauamt) mit ihrem Anliegen sozialer Wohnungsbau in Dießen bei der Regierung von Oberbayern: Der geplante Bau von 12 Sozialwohnungen an der Neudießener Straße soll, so der Vorschlag der Regierung, im Rahmen der Vergabeordnung für Freiberufliche Leistungen (VOF) mit integriertem Architektenwettbewerb durchgeführt und gefördert werden.

„Die Regierung steht der Sache sehr positiv gegenüber“, betonte Kirsch. Drei Planungsbüros wurden seitens der Gemeinde bereits um Angebote zur Koordinierung des Wettbewerbs gebeten. Das Zwei-Millionen-Europrojekt soll europaweit ausgeschrieben werden. Die Regierung, so der Bürgermeister, habe eine großzügige Förderung in Aussicht gestellt: „Selbst das Grundstück wird darunter fallen“. Schon in der nächsten Gemeinderatssitzung soll gemeinsam mit dem Gemeinderat ein Planungsbüro ausgewählt werden, das sich um den Wettbewerb kümmert.

Thema war auch die Fortschreibung des Regionalplans München: Kirsch empfahl seinem Gremium die Zustimmung. In mehreren Sitzungen habe sich eine landkreisweite Kommission damit auseinandergesetzt, unter anderem auch mit der Anbindung des Landkreises Landsberg an den öffentlichen Personennahverkehr. Auch eine direkte Bahnverbindung vom Ammersee-Westufer nach München ist angedacht. Die Gemeinde Dießen wird im Regionalplan weiterhin als Unterzentrum im allgemeinen ländlichen Raum eingestuft. Der Gemeinderat stimmte der Fortschreibung einstimmig zu.

Durchgewinkt wurde außerdem eine außerplanmäßige Ausgabe im Rahmen der Schlussrechnung für den Umbau des Dießener Bahnhofs. Das Müllhäuschen am Bahnhof wird teurer als vorgesehen: 3713 Euro sind zusätzlich zu berappen.

Thema der anschließenden nicht öffentlichen Sitzung war ein Gutachten zur weiteren Nutzung des Blauen Hauses ab 2017, das der Bausachverständige Manfred Heinlein vorlegte. Wie berichtet wurde der bestehende Pachtvertrag mit dem Architekten Jürgen Bahls nicht verlängert. Über das zukünftige Nutzungskonzept für das Blaue Haus soll in Kürze auch öffentlich diskutiert werden.

Ursula Nagl

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