Ein Signal für Senioren

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Ein herzliches Willkommen für die neue Quartiersmanagerin Anna Wellnhofer (3. v. links) bereiteten Landrat Thomas Eichinger, Peter Ditsch, Dieter Steininger sowie Ferdinand Holzer, Franz Löffler, Barbara Juchem, Hans Knoller und Fitz Kahnert (v. links).

Egling – Vor knapp eineinhalb Jahren wurde die Bürgerstiftung lebensWert gegründet. Sie will für Senioren und Menschen mit Handicap da sein und plant als Fernziel die Schaffung einer eigenen Pflegeeinrichtung. Als konkrete erste Maßnahme hat die Bürgerstiftung jetzt eine Fachkraft eingestellt, die im nörd- lichen Landkreis die Aktivitäten rund um den Seniorenbereich ausbauen und als Ansprechpartnerin für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen da sein soll. Vergangene Woche wurde die neue Quartiersmanagerin Anna Wellnhofer vorgestellt.

Neben vielen Bürgern waren auch Landrat Thomas Eichinger und sein Stellvertreter Peter Ditsch in die Turnhalle der Eglinger Grundschule gekommen, um Wellnhofer willkommen zu heißen – Ditsch auch in seiner Eigenschaft als Bürgermeister von Prittriching, denn dieses gehört zu dem Gebiet, das die Quartiersmanagerin betreuen soll. Hinzu kommen, neben Egling selbst, Wabern, Walleshausen, Scheuring, Pestenacker und – aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Pfarreiengemeinschaft – Dünzelbach im Nachbarlandkreis Fürstenfeldbruck. 

Die Aufgaben sind weit gefächert: Wellnhofer soll Ehrenamtliche für die Seniorenarbeit gewinnen, Programme ins Leben rufen, Netzwerke aufbauen und als Beraterin und Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Sprechstunden sind ab dem 2. Dezember jeweils dienstags (9 bis 12 Uhr) und donnerstags (15 bis 19 Uhr) im Eglinger Gemeindehaus neben Weltladen und Post, darüber hinaus sind Termine nach Vereinbarung und auch Hausbesuche möglich.

„Als wir vor 17 Monaten die Bürgerstiftung ins Leben gerufen haben, konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir so schnell eine halbe Stelle würden schaffen können“, freute sich Stiftungsratsvorstand Hans Knoller in seinem Grußwort. Möglich wurde dies durch 40 000 Euro Förderung vom bayerischen Sozialministerium, das der Idee der Bürgerstiftung höchst wohlwollend gegenüberstehe, wie Vorstandsvorsitzender Franz Löffler berichtete. Außerdem handele man „in enger Abstimmung mit den vorhandenen Sozialdiensten und dem Landratsamt“. Landrat Thomas Eichinger lobte das Signal, das von Egling ausgehe. „Ich hoffe, dass es viele Nachahmer findet.“ Bürgermeister Ferdinand Holzer betonte, man wolle sich um die Senioren genauso bemühen „wie um unsere Jungen und Jüngsten“. Der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Pfarrer Fritz Kahnert wünscht sich, dass „Aktivitäten angestoßen werden, die ein lebensfrohes Alter fördern“. Das Thema Inklusion betreffe nicht nur Behinderte. „Auch wer Demenz hat, muss nicht in einem Ghetto leben.“ 

Bei der Besetzung der Quartiersmanagerstelle setzte sich Anna Wellnhofer gegen sechs andere Bewerber durch. Die 51-Jährige ist vor einem Jahr aus der Oberpfalz nach Prittriching gezogen, „für einen Neustart“, wie sie sagt. Als ausgebildete Krankenschwester habe sie ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Pflege absolviert, viele Jahre an der Uniklinik in Regensburg gearbeitet und auch hier bereits eine Beratertätigkeit ausgeübt. Die Probleme pflegender Angehöriger kennt sie nicht nur aus beruflicher, sondern auch aus persönlicher Erfahrung. Um sich um ihren Vater zu kümmern, habe sie eine Zeitlang beruflich zurückgesteckt. Von der Idee der Eglinger Bürgerstiftung habe sie sich sofort angesprochen gefühlt. „Der Begriff 'lebenswert' hat mir gefallen.“ Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe und werde sie „mit ganzem Herzen ausfüllen“. Das Beratungsbüro ist ab dem 2. Dezember unter Tel.: 08206/9638605 erreichbar.

Ulrike Osman

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