Abschied vom "Mauseloch"

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Das „Mauseloch“ ist bald Vergangenheit: Im kommenden Jahr soll der Tunnel unter der Bahnlinie in Geltendorf verbreitert und erhöht werden. Auch das Straßenstück bis zum Bahnhof wird ausgebaut.

Geltendorf – Gut ein Jahr lang hatten die Geltendorfer freie Fahrt auf ihrer sanierten Ortsdurchfahrt, nun steht die nächste große Baumaßnahme an. Im kommenden Jahr werden sowohl die Bahnüberführung Richtung Eresing erneuert als auch das Straßenstück vom Tunnel bis zum Bahnhof ausgebaut.

Der Tunnel wird im Zuge der Baumaßnahmen von 3,30 Meter auf 4,70 Meter erhöht und von vier Metern auf elf Meter verbreitert, so dass die Kreisstraße künftig zweispurig unter der Bahnlinie hindurchlaufen kann. Neben den Fahrspuren soll östlich ein Gehweg und westlich ein Geh- und Radweg entstehen. Die Zufahrt zum nördlichen Park&Ride-Platz wird nach Angaben von Johannes Ried, dem Leiter des kreiseigenen Tiefbaus, während der Bauarbeiten weiterhin möglich sein. Auf der Südseite der Gleisanlagen soll derweil das neue Brückenbauwerk hergestellt werden.

„In den Herbstferien 2014 wird die alte Brücke abgerissen und die neue eingeschoben“, so Ried. Während dieser Zeit muss die Bahnstrecke gesperrt werden, ansonsten erfolgen die Arbeiten laut Aussage der Bahn bei laufendem Zugverkehr. Auf dem südlichen P&R-Platz werden sich die Parkkapazitäten während der Baumaßnahme verringern. Im Vorfeld verlegt der Abwasserzweckverband Geltendorf-Eresing eine Druckleitung mittels einer sogenannten Pressung. Die Leitung wird unter dem Bahnkörper hindurchgeführt und in der Bahnhofstraße auf Höhe des P&R-Platzes angeschlossen.

Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich voraussichtlich auf fünf Millionen Euro, die vom Landkreis und der Bahn getragen werden. Dabei hat der Landkreis mit insgesamt rund vier Millionen Euro den Löwenanteil zu zahlen. Etwa 1,5 Millionen Euro erhält er über Zuschüsse vom Freistaat zurück.

Ulrike Osman

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