Unikat in Europa

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Am Kauferinger Bahnhof wurde der neue Doppelstockparker von Simon Möller (Orion GmbH) vorgestellt. Initiator Martin Baumeister (ADFC), Andreas Giampa und Franz Lang (beide Tiefbauamt) testeten die neue Anlage (von links).

Kaufering – Das eigene Fortbewegungsmittel in einem mehrstöckigen Parkhaus unterzubringen, kennt man in der Regel nur beim Auto. Am Kauferinger Bahnhof gibt es nun auch für Fahrräder einen „Doppelstockparker“, der Platz für insgesamt sechzig weitere Räder bietet.

„Europaweit einzigartig“ sei der neue zweistöckige Fahrradständer, der nun seit knapp zwei Wochen auf der Kauferinger Seite des Marktgemeinde-Bahnhofes zu finden ist, erklärt Simon Möller von der Orion Bausysteme GmbH. Der Vertreter des hessischen Unternehmens, das sich unter anderem auf Fahrradparksysteme spezialisiert hat, sieht in dem achteinhalb Meter langen Fahrradparkplatz mehrere Vorteile. „Wie an jedem Bahnhof ist der Platz für Fahrräder begrenzt, mit einer zweistöckigen Lösung lässt sich eine Menge Platz sparen.“ Zudem seien beide Etagen auch für schwere Räder ausgelegt, auf der oberen Schiene könne man sogar E-Bikes parken. Auch bei der Beleuchtung bei Nacht ist die Anlage mit moderner Technik versehen, zu diesem Zweck wurden in der Anlage LEDs verbaut.

Die treibende Kraft, die den Doppelstockparker initiierte, war der Kreisvorsitzende des ADFC, Martin Baumeister. Er führte zunächst eine Bedarfsermittlung durch, welche für die Notwendigkeit weiterer Fahrradparkplätze einen Beweis lieferte.

Die Gemeinderäte seien anfangs von der technischen Umsetzung des Doppelparkers nicht überzeugt gewesen, berichtet Andreas Giampa, Leiter des Tiefbaus bei der Gemeinde. Jedoch erfülle die Anlage die neuesten DIN-Vorschriften und der Abstand zwischen den Fahrrädern betrage fünfzig Zentimeter , sodass sich anders als bei enger gebauten Fahrradständern die Lenker beim Abstellen des Fahrrads nicht verhaken.

Giampa betonte, ein Doppelstockparker sei sogar kostengünstiger als ein Fahrradständer mit nur einer Etage: „Ein Erdgeschossfahrradplatz kostet etwa 1.000 Euro, ein Doppelstockplatz nur 750 Euro.“ Insgesamt habe die Neuanschaffung der Anlage sowie die dafür nötigen Umbaumaßnahmen etwa 45.000 Euro gekostet.

Marco Tobisch

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