Neue Perspektive auf See und Ufer

Die Marktgemeinde kann sich freuen. Der lange angekündigte Aussichtsturm am Südende des Ammersees, unweit des Sportplatzes, ist jetzt fertig gestellt worden. Über eine Holzbrücke und einen Holzsteg führt ein rund 200 Meter langer Weg zum Aussichtsturm. Von dort bietet sich dem Besucher ein herrlicher Rundblick über den See und das geschützte Seeufer. Doch Achtung! Noch darf der Steg nicht betreten werden. Obgleich ein Schild darauf hinweist, zeigen Spuren im Schnee, dass nicht jeder Zeitgenosse die offizielle Freigabe abwarten kann.

Dabei ist Laut Wofgang Müller, Pressesprecher des Landratamtes, die Abnahme der Anlage noch nicht geschehen. Zu­- dem stehen noch kleinere Arbeiten aus, etwa das Anbringen von Infotafeln sowie Holz- und Statikarbeiten. „Wir wollen nicht, dass was passiert.“ Gerade mal zwei Wochen haben die Bauarbeiten gedauert. Damit begonnen hatte man Anfang Dezember, wobei die kühle Witterung die Arbeiten positiv unterstützt hätte. „So konnten wir auf dem gefrorenen Boden im Moos mit schwererem Gerät hineinfahren.“ Für den Bau wurden Hölzer aus Lärchen, Eiche und Fichten verwendet. Die der Witterung ausgesetzten Teile sind laut Müller aus Lärchen-, die Stützen aus Eichenholz und vom Wetter geschützte Teile seien aus Fichte gebaut worden. Erfreulich sei auch der Umstand, dass die Kosten mit rund 140000 Euro um zehn Prozent günstiger ausgefallen seien. Rund 15000 Euro entfallen jetzt auf den Landkreis. Bezuschusst wird der Turm zudem aus EU-Mitteln in Höhe von bis zu 90000 Euro, weitere 30000 Euro kommen laut Müller von der Sparkassenstiftung. Der Er­ho­lungsverein Augsburg (EVA) werde sich ebenfalls beteiligen. Herrlicher Blick Der Holzsteg schlängelt sich auf breiten Pfählen in mehreren Kurven zum Turm am Rande des Schilfes. Hat man die überdachte Aussichtsplattform erst mal erklommen, ergibt sich von eine weite Aussicht auf den See hinaus. Auch die Schilfkanten hat man von hier oben gut im Blick. Vor allem die neue Perspektive dürfte so manchen Ornithologen bei seinen zukünftigen Beobachtungen glücklich stimmen. Doch Vorsicht, im Sommer wird auf den Moorflächen wieder das Betretungsverbot gelten, um Wiesenbrüter zu schützen. Nur über den Steg darf dann der Aussichtsturm begangen werden. Dies sei zwar auch eine Beeinträchtigung, doch gehe auch die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt davon aus, dass der Gewinn durch den Turm höher sei als die Störung. Voraussichtlich Anfang März werden Brücke, Steg und Turm offiziell für den Publikumsverkehr freigegeben. Und dann erfolgt auch die Besitzübergabe an die Marktgemeinde Dießen, der dann für die Sicherheit der Anlage zuständig ist.

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