Jetzt fehlt nur noch die Ortsgruppe

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Attraktive Kulisse: Die Wasserwacht-Damen erschienen dank einer Spende in neuen Dirndln und waren so Bürgermeister Herbert Kirsch (links) und dem Vorsitzenden Frank Böhm beim Durchtrennen des roten Bandes behilflich.

Dießen/Riederau – Mit einem zünftigen „Patschnass“, hat Werner Forstner, der bereits vor 43 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Wasserwacht-Ortsgruppe Dießen gehörte, kürzlich die Gäste zur Einweihung der neuen Wachstation im Strandbad Riederau begrüßt.

Nach der Segnung durch Pfarrer Manfred Mayr bedankte sich Frank Böhm in seiner Funktion als Vorsitzender der Wasserwachts-Ortsgruppe Dießen und als Vorsitzender der Kreiswasserwacht Landsberg für die vielen großen und kleinen Spenden.

Rund 60000 Euro übernahm die Marktgemeinde für den Umbau der Räume im Strandbad Riederau in eine schmucke neue Rettungsstation, die künftig an Wochenenden und Feiertagen mit vier Mann und Boot oder zwei Mann ohne Boot besetzt sein soll. Mit 20000 Euro Eigenleistung für die Inneneinrichtung konnte die neue Wachstation „zu neuem Leben zu erweckt“ werden. In der alten fensterlosen und verwinkelten „Betonbunker“, der mit einer Trage nicht erreicht werden konnte, sei es einfach kein Arbeiten mehr gewesen.

Die neue Station empfinde er nun geradezu „als Luxus“, freute sich Böhm mit Blick auf die zirka 25 Quadratmeter, die unter der Leitung von Architekt Klaus Windisch in eine zeitgemäße Station für medizinische Hilfe umgebaut worden sind. „Hier wurde eine gute Grundlage geschaffen, nun ist das Engagement der Bevölkerung ge­- fragt“, betonte der 1. Vorsitzende, der noch am Rednerpult gleich zwei Überraschungen entgegennehmen durfte: Siegfried Dumbsky und Thomas Forstner von der Kreiswasserwacht hatten einen 400-Euro-Gutschein für Riederau mitge­bracht. Robert Schafmitzl und Karina Gorek vom Förderverein Wasserwacht hatten gar einen neuen Laptop für die Riederauer Wachstation im Gepäck.

Bürgermeister Herbert Kirsch nutzte die Gelegenheit, um sich bei der Ortsgruppe Dießen für deren Einsatz beim Hochwasser in Niederbayern zu bedanken. Ein Engagement, das eine Fotowand am Eingang zur neuen Station eindrucksvoll belegte. „Wir können stolz sein auf unsere Wasserwacht und die Riederauer können stolz sein auf ihr Strandbad und auf die neue Wasserwachtstation“, so Kirsch, „wenn jetzt noch eine Riederauer Ortsgruppe gegründet wird, dann fehlt nix mehr.“

Glückwünsche und einen Gutschein vom Kreisverband Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) überbrachte Marianne Asam. Die Präsenz der Wasserwacht in Riederau am Ammersee bedeute ein Stück Sicherheit für alle, die dort Erholung suchen.

Unter großem Applaus wurde anschließend das rote Band vor der neuen Station durchschnitten, die innen an einen kleinen Operationssaal erinnert. Vom Pflaster bis zum Beatmungsbeutel ist hier alles vorhanden, was zur Ersthilfe bei Verletzungen, Sonnenstich oder auch bei lebensbedrohlichen allergischen Schocks nach Insektenstichen benötigt wird, erklärte Frank Böhm beim Rundgang. Der größte Wunsch der Wasserwacht sei nun eine eigene Ortsgruppe für Riederau. Bei deren Gründung würde die Ortsgruppe Dießen, der die Riederauer Station derzeit noch an­gegliedert ist, gerne behilflich sein. Kosten der Neuen für Kurse und Lehrgänge würden dafür sogar von der Wasserwacht Dießen übernommen.

Bei Interesse: Wasserwacht Dießen, c/o Frank Böhm, Rosenstraße 7 in Landsberg, Telefon 08191/4010754, E-Mail: info@wasserwacht-diessen.de.

Ursula Nagl

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