Neuer "Regenbogen" kommt

Nach dem Umzug in den „Temporärbau“ wird der alte „Regenbogen“ im August abgerissen. Foto: Kruse

Eines seiner wichtigsten Anliegen hat Kauferings Bürgermeister Dr. Klaus Bühler noch kurz vor der Wahl auf den Weg gebracht: Der Kindergarten „Regenbogen“ wird für 3,2 Millionen Euro neu gebaut. Betriebsbeginn soll Ende August 2013 sein. Das beschloss der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Zweimal war der Neubau bereits im Haushalt aufgetaucht, zweimal fiel er wieder heraus, jetzt nimmt die Gemeinde das Großprojekt endgültig in Angriff. Der Freistaat beteiligt sich mit 675000 Euro an der Maßnahme. „Das war nicht einfach, diesen Zuschuss zu bekommen, aber wir konnten nachweisen, dass das alte Gebäude nicht mehr sanierungsfähig ist“, erläuterte Bühler. An diesem Zuschuss und der geplanten Größe von sechs Gruppen entzündete sich eine heftige Diskussion zwischen dem Bürgermeister und den Gemeinderäten Hans Pilz und Alex Glaser (beide GAL). Während Bühler vorrechnete, dass durch Zuzug und Neubaugebiete „der Bedarf für fünf Gruppen gegeben ist und wir mit einer Gruppe mehr etwas luftiger bauen“, kam Pilz zu ganz anderen Ergebnissen. „In der Bayernstraße wird die WBL nicht bauen, in der Iglinger Straße wird für betreutes Wohnen gebaut, da kommen auch keine Kinder dazu“, meinte er. Dementsprechend würden nächstes Jahr vier, 2014 dann sogar nur noch drei Gruppen ausreichen. „Ich weiß nicht, was Sie treibt“, entgegnete Bühler. „Mich treibt, mit legal ermittelten Zahlen einen hohen Zuschuss für die Gemeinde zu bekommen.“ Pilz: „Das sind auch Steuergelder, die wir alle bezahlen.“ Ins gleiche Horn stieß Alex Glaser. „Man muss den Leuten klar sagen, dass andere Einrichtungen in Kaufering darunter leiden werden, dass hier ein Kindergarten mit so vielen Plätzen gebaut wird. Wir bauen zu groß, das ist rausgeworfenes Geld.“ Die anderen Ratsmitglieder folgten Bühlers Argumentation. „Wir haben den Don-Bosco-Kindergarten mit einem Notcontainer künstlich auf vier Gruppen aufgebläht. Den führen wir danach wieder auf die Normalgröße mit drei Gruppen zurück. Ich habe auch nur mit drei Personen pro Familie gerechnet, das ist eher zu knapp“, so der 67-Jährige. „Außerdem ist es ja nicht verkehrt, wenn die Gruppen endlich etwas kleiner werden. Es wird sich niemand beschweren, wenn das nur noch 20 statt 25 Kinder sind.“ Dem stimmte auch Prof. Michael Kortstock (UBV) zu. „Wir haben die Entscheidung für diese Größe bewusst so getroffen“, entgegnete er den GAL-Räten. „Ich bin nicht bereit, jetzt auf Basis von vier oder fünf Gruppen noch einmal neu in die Planung einzusteigen.“ Die ihm Wahlkampf stehenden Gemeinderäten Gabriele Triebel (GAL) und Thomas Salzberger (SPD) stimmten dem Projekt ausdrücklich zu, auch CSU und UBV unterstützten den Plan. Im Juni wird unter der Regie des Greifenberger Architektenbüros Bembé&Dellinger im Hof des bisherigen Gebäudes der „Temporärbau“ errichtet, mit dem Urlaubsbeginn am 6. August wird der Altbau dann abgerissen. Ein Jahr später findet der Umzug in den „Regenbogen“-Neubau statt. Wenn der Plan aufgeht, muss damit die Kindertagesstätte nicht länger als üblich geschlossen werden.

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