Neues und Bekanntes – Das neue Stadttheater-Programm bietet Sprechtheater, Tanz und Musik

Mit einem ausgewogenen Mix aus Sprechtheater, Konzerten, Kinderstücken und Tanzproduktionen präsentiert sich das Programm des Stadttheaters für die Spielzeit 1/2009, das am Montag offiziell vorgestellt wurde. Dabei hat der kommissarische Theaterleiter Ludwig Frey auf Neues und Be- kanntes gesetzt.

Bürgermeister Norbert Kreuzer, der das Programm in Vertretung des Oberbürgermeisters gemeinsam mit Kulturreferentin Sigrid Knollmüller und Ludwig Frey präsentierte, lobte zunächst die Arbeit des kommissarischen Leiters: Frey habe innerhalb kürzester Zeit mithilfe seiner Kontakte und in enger Zusammenarbeit mit dem Theaterausschuss ein professionelles Programm zusammengestellt, in dem auch die Kleinkunstbühne s’Maximilianeum, das Filmforum und Gesprächsreihen ihren Platz finden. Ludwig Frey erklärte, die Gestaltung des Programms sei eine wirkliche Herausforderung gewesen, doch durch ein „gutes Miteinander“ der Beteiligten in Landsberg und der auswärtigen Theater sei diese gemeistert worden. Besonders die Aufgeschlossenheit der Gastspielbühnen und ihre Bereitschaft, in Landsberg aufzutreten habe ihn gefreut. Daher finden sich unter den Gastspielen „alte Bekannte“, die in der Vergangenheit schon öfter in der Lechstadt zu Gast waren, aber auch neue Gruppen, zu denen Frey Kontakte geknüpft hat. Bei einigen der Produktionen habe er auf bereits mit dem vorherigen Intendanten vereinbarte Termine zurückgreifen können. Ein Schwerpunkt in der Programmgestaltung ist das Kindertheater, das mit acht ganz unterschiedlichen Produktionen vertre- ten ist, darunter auch das „Concierto München“, das die Landsberger Kinder bereits im vergangenen Jahr mit seiner Geschichte des jungen Mozart verzaubert hat. Bei den Gastspielen zieht sich das Thema „Russland“ als „kleiner roter Faden“ (Frey) durch die Stückauswahl; mit einer Wiederaufnahme von Gogols „Tagebuch eines Wahnsinnigen“, das Theater Konstanz gastiert unter Mitwirkung von Monika Vivell mit einer Bühnenfassung von Dostojewskis „Weisse Nächte“ und der russischen Tragikomödie „Der Selbstmörder“. Ebenfalls mit Dostojewski beschäftigt sich eine Lesung des „Literarischen Kabinetts“. Weitere Gäste sind unter anderem das Burgtheater Wien, das Theater an der Ruhr, das Landestheater Tübingen, die Shakespeare Company Berlin, das Theater Waidspeicher und das Valentinkarlstadttheater München. Für die Musikliebhaber gibt es ein Wiedersehen mit den Croonettes, das Gitarrenfestival im Mai und einige Konzerte, die in Zusammenarbeit mit Edmund Epple („Discy“) geplant wurden. Als Highlight gilt dabei das Gastspiel von Dotschy Reinhard aus der Familie des legendären Django Reinhard. Das Tanztheater ist mit drei Produktionen vertreten, auch hier unter Mitwirkung eines Landsbergers: Wolfgang Tietze, Kulturförderpreisträger des Jahres 2003 gastiert mit einem Ensemble des „Het Nationalballett Amsterdam“. Eine Herausforderung birgt dieses Programm also auch für die Besucher und Abonnenten: nämlich die Qual der Wahl, sich aus dieser Vielzahl interessanter Angebote zu entscheiden. Die Abonnementvergabe läuft noch bis zum 2. Februar, Start des Vorverkaufs ist der 17. Februar im Theaterbüro.

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