Neues Konzept beschlossen

Mehr als 34 Wertstoffhöfe gibt es nicht!

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Der Wertstoffhof in Kaltenberg bleibt auch nach der Neukonzeption bestehen - samt seiner Grüngutcontainer. Außerhalb der künftig nur noch 34 Wertstoffhöfe soll es aber keine weiteren Sammelstellen für Gartenabfälle geben.

Landkreis – Nach Kreis- und Umweltausschuss hat jetzt auch der Kreistag der Reduzierung der Wertstoffhöfe im Landkreis zugestimmt. Damit gibt es ab dem kommenden Jahr nur noch 34 statt der bisherigen 53.

Bis zuletzt strittig war die Erfassung von Gartenabfällen. Einige Gemeinden hatten auf Änderungen gepocht, sogar zusätzliche Grüngutcontainer auf eigene Kosten betreiben wollen, doch daraus wird nichts. Gartenabfälle werden ausschließlich auf den verbleibenden Wertstoffhöfen erfasst.

Fünf Gemeinden hatten sich im Vorfeld der Kreistagssitzung zu Wort gemeldet. Geltendorf hätte gerne den Grüngutcontainer in Walleshausen erhalten – hier hatte sogar eine Unterschriftensammlung stattgefunden. Die Gemeinde Weil mit sechs Ortsteilen auf 44 Quadratkilometern Fläche sieht sich als großer Verlierer der Neuordnung und beantragte, zumindest noch einen zweiten Wert­stoffhof in Schwabhausen zu bekommen. Igling befürchtet eine Neiddiskusion und „unnötige Disharmonie zwischen den Ortsteilen“, heißt es in einem Schreiben von Bürgermeister Günter Först. Deshalb solle man Standorte erhalten und lieber Öffnungszeiten reduzieren.

Penzing wollte auf eigene Kosten zusätzliche Grüngutcontainer in Epfenhausen und Ramsach betreiben, Reichling einen weiteren im Hauptort. Sie sehe das als Service vor allem für ältere Menschen ohne Auto, so Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler (CSU). „Und da die Gemeinde bereit ist, die Mehrkosten zu tragen, sehe ich hier kein Problem.“

Diesem Vorschlag zuzustimmen bedeute aber, alle anderen Kommunen in Zugzwang zu bringen, argumentierte Landrat Walter Eichner (CSU). Es sei den Bürgern nicht zu vermitteln, warum die eine Gemeinde diesen Service anbiete und eine andere nicht. Deshalb hätten bei der jüngsten Bürgermeisterdienstbesprechung 28 Rathauschefs dem Reichlinger Vor­- schlag nicht zugestimmt.

„Mit 34 Standorten können wir bestens leben“, bekräftigte der Landrat. Nach der Neukonzeption käme eine Grüngutsammelstelle auf 3400 Einwoh­- ner, während es im Landkreis Starnberg 12000 und in Weilheim sogar 30000 seien. „Im Verhältnis zu Fläche und Einwohnerzahl liegen wir ganz vorn“, betonte Eichner. Auch Planer Ullrich Schmidt, auf dessen Gutachten die Neukonzeption beruht, bezeichnete 34 Wertstoffhöfe als „sehr, sehr nutzerfreundlich“.

Ulrike Osman

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