Keine Beschwerden mehr

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Bei der Anlieferung von Grüngut hat sich auf den Wertstoffhöfen nur wenig verändert. Mit der Einführung der Biotonne werden sich nun weitere Entsorgungsmöglichkeiten für Grüngut ergeben.

Landkreis – „Ganz gut bewährt“ hat sich das neue Standortkonzept für Wertstoffhöfe laut Pressesprecher im Landratsamt Wolfgang Müller. Lediglich beim Papier ist die Anlieferung deutlich zurückgegangen – was an einer starken Nutzung der Papiertonne liegt. Auch bei der Biotonne rechnet man in der Kommunalen Abfallwirtschaft schon jetzt mit einer guten Anschlussquote.

Vor rund eineinhalb Jahren wurde das neue Standortkonzept umgesetzt und die Anzahl der Wertstoffhöfe im Landkreis von 53 auf 34 reduziert. Schwankungen gebe es nicht, so Müller. Nach den Beobachtungen der Verwaltung und nach den Rückmeldungen von Wertstoffhofbetreuern sei die Anlieferung von Papier und Pappe infolge der überaus starken Inanspruchnahme der Papiertonne deutlich zurückgegangen, berichtete Johann Bernauer von der Kommunalen Abfallwirtschaft dem Kreistag. Mit rund 24000 ausgegebenen Tonnen hat man dort eine Anschlussquote von fast 58 Prozent erreicht. 

Auch bei der Biotonne rechnet Müller mit einer guten Anschlussquote. Derzeit seien bereits über 10000 Bestellungen eingegangen. Man rechne am Ende mit zirka 14000 Tonnen, so der Sprecher der Kreisbehörde. Entgegen der Be- fürchtungen im Vorfeld des damaligen Beschlusses hat sich aber bisher bei der Anlieferung von Grüngut an den Wertstoffhöfen nur relativ wenig verändert. „Bei Bedarf wurde die Anzahl der Grüngutcontainer auf den Wertstoffhöfen erhöht oder die Leerungshäufigkeit angepasst“, so Bernauer. 

Lediglich die üblichen witterungsbedingten Schwankungen seien zu verzeichnen gewesen. Durch die flächendeckende Einführung der Biotonne zum 1. Januar 2016 würden sich außerdem weitere Entsorgungsmöglichkeiten für Grüngut ohne gesonderte Gebühr ergeben, so Bernauer weiter. Bei Glas, Altmetall und Altkleidern habe es hingegen kaum Veränderungen im Anlieferungsverhalten gegeben. 

Während anfangs nach der Schließung der 19 Wertstoffhöfe vereinzelt Kritik am neuen Standortkonzept geübt wurde, gebe es mittlerweile keine Beschwerden mehr beim Landratsamt, so Bernauer. Durch eine Art Umfrage der Kreisbehörde an alle Landkreis-Gemeinden im März hatten diese die Gelegenheit, Änderungswünsche auszusprechen. Die meisten Gemeinden äußerten keine Änderungswünsche und sehen offenbar auch keine weiteren Einsparmöglichkeiten. 

Sieben Landkreis-Gemeinden sprachen sich hingegen für eine Reduzierung der Öffnungszeiten sowie eine geringere Anzahl der Betreuer aus. Eine Gemeinde regte zusätzlich noch die Errichtung eines Häckselplatzes für Grüngut an. Die Wünsche der Kommunen hinsichtlich der Öffnungszeiten und des Personals sollen – soweit noch nicht erfolgt – nach Möglichkeit zeitnah umgesetzt werden.

Astrid Erhard

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