Bagger in der Mühlstraße

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Noch fließt der Mühlbach entlang der Mühlstraße erhöht einer Betonrinne. Im Zuge der Umgestaltung der Straße soll er tiefergelegt und zugänglich gemacht werden.

Dießen - Zwei Jahre lang wurde im Gemeinderat sowie in Bürger- und Anliegerversammlungen intensiv über die Neugestaltung der Mühlstraße diskutiert. Jetzt hat der Gemeinderat endlich den Auftrag zum verkehrsberuhigten Ausbau der Flaniermeile vergeben - einstimmig.

Der Auftrag gilt ebenso für die Erneuerung und Sanierung der Brücken und Stege. Auch der Mühlbach kann nun auf Vordermann gebracht werden. 

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen mittlerweile fast 20 Prozent über der Kalkulation. Die reinen Baukosten belaufen sich auf 5,12 Millionen Euro. Inklusive der Baunebenkosten für das Vorhaben, das in fünf Bauabschnitten abgewickelt werden soll, könnten die Kosten auf bis zu sieben Millionen Euro steigen, erläuterte Bürgermeister Herbert Kirsch. 

Insgesamt hatten von 21 interessierten Firmen nur drei ein Angebot abgeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Kutter (früher Riebel) aus Bad Wörishofen. Sie habe das günstigste Angebot abgegeben und verfüge laut Kirsch über „hervorragende Referenzen“ verfüge. 

Wegen der hohen Komplexität des Bauvorhabens sei mit „Erschwernissen“ zu rechnen, teilte die Verwaltung mit. Möglicherweise müssten in der unteren Ortsmitte alle unterirdische Versorgungsleitungen neu verlegt werden. Weitere Problemzonen seien die hohe Grundwasserstände und die schwierigen Bodenverhältnissen, zudem Altlasten wie etwa Asbestzementrohre. Auch archäologischen Funde seien denkbar und könnten zu Verzögerungen führen. 

Die Option, aus Einsparungsgründen das Mühlbachgerinne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erneuern, hielt Kirsch für unklug, denn dann wäre das betagte Bauwerk nach Einschätzung von Fachleuten spätestens in fünf Jahren baufällig – dann allerdings ohne Zuschüsse aus der Städtebauförderung. Apropos: Seitens der Städtebauförderung wurden vorläufig 1,8 Mio Euro an Zuwendungen für die Neugestaltung der Mühlstraße sowie die Umgestaltung des Mühlbachs in Aussicht gestellt. Für den Neubau der sieben Brücken und Stege rechnet die Gemeinde mit Fördermittel in Höhe von 185000 Euro. 

Für Donnerstag, 27. März, lädt die Gemeinde die Anlieger erneut zu einer Versammlung ins Gasthaus Unterbräu ein. Ab 18 Uhr werden Informationen über den Mühlstraßen-Umbau gegeben. Vorab weist die Gemeinde darauf hin, dass die Regierung von Oberbayern zuge­- stimmt hat, für die Abrechnung der Straßenausbaubeiträge die Kosten für einen „Standardausbau“ zugrunde zu legen. Damit sollen die Anlieger nicht unverhältnismäßig belastet werden. Die Zuschüsse der Städtebauförderung vermindern dann den gemeindlichen Anteil bei der Abrechnung der Maßnahmen. Der Baubeginn ist für Ende März vorgesehen.

Ursula Nagl

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