"Das lässt einen nicht mehr los!"

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In der Aula des Ignaz-Kögler-Gymnasiums fand am Freitag der Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis Landsberg statt, der das ehrenamtliche Engagement vor allem junger Menschen in den Mittelpunkt stellte.

Landsberg – Lang ist’s her, dass Mathias Neuner in der Aula des Ignaz-Kögler-Gymnasiums (IKG) saß und verzweifelt versuchte, sich vor der Lateinstunde noch ein paar Vokabeln einzuverleiben. „Eine schöne schmerzhafte Erfahrung“ sei diese Zeit gewesen, erinnerte sich der ehemalige Schüler am Freitag, als er in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister gemeinsam mit Landrat Thomas Eichinger den gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis in eben dieser Aula veranstaltete.

Der Abend stellte heuer das Ehrenamt in den Mittelpunkt, und hier ganz besonders das Engagement junger Menschen. Daher hatte man die Schule als Veranstaltungsort gewählt und viele engagierte Jugendliche eingeladen. „Es ist uns eine Ehre, dass wir Gastgeber sein dürfen“, sagte Rektorin Ursula Triller. Passend zum jugendlichen Thema sorgte die Band „Black 8“ für modernen Sound auf einer mit Blumen und bunten Scheinwerfern hergerichteten Bühne. Am Mischpult standen drei Schüler die IKG-Technik-AG.

Es war der 30. gemeinsame Empfang von Stadt und Landkreis – eine Tradition, die vom damaligen OB Hanns Hamberger ins Leben gerufen wurde, wie Landrat Eichinger erinnerte. Der Landkreischef würdigte das Engagement junger Menschen in einer Vielzahl von Organisationen von den Freiwilligen Feuerwehren über den Kreisjugendring bis hin zu Vereinen aller Art. Oberbürgermeister Neuner griff das Thema gerne auf und deklamierte ein humorvolles Gedicht unklarer Herkunft („entweder von Wilhelm Busch oder von Joachim Ringelnatz“) über die Mühen und Sorgen des Ehrenamts.

Vom Engagement profitieren Gesellschaft und der Einzelne gleichermaßen, betonte der OB – egal, ob es zeitlich begrenzt stattfindet, etwa als Elternbeirat oder Schulweghelfer, oder kontinuierlich über Jahrzehnte. Das unentgeltliche Tun werde belohnt mit Zugehörigkeitsgefühl, Selbstverwirklichung und neuen Freundschaften. „Wenn man einmal anfängt, lässt es einen meist nicht mehr los“, bilanzierte Neuner.

Das Landsberger Stadtoberhaupt würdigte unter anderem den Einsatz hunderter Landkreisbürger in Asylhelferkreisen und warf einen eher kritischen Blick auf Bürgerinitiativen, die mit ihren Engagement eigene Interessen vertreten. Dies sei nicht unumstritten, aber schließlich doch „ein sehr demokratischer Prozess“.

Der Rest des Abends gehörte entspannten Gesprächen zur Musik von „Black 8“.

Ulrike Osman

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