Nicht nachgelassen

Gelungene Bauchlandung: Marcus Steinberger (li.) und der TSV Landsberg überraschen in Unterföhring. Foto: Krivec

Dass es für den TSV Landsberg in Unterföhring um nichts mehr ging, hört Trainer Sven Kresin gar nicht gerne. „Es geht immer darum guten Fußball zu spielen. Wir wollen uns sicher von niemand nachsagen lassen, dass wir nicht alles geben“, stellt er klar. Das ist dem TSV beeindruckend gelungen: Mit 4:3 (1:2) gewann man nicht unverdient beim Aufsteiger, der noch am Relegationsplatz zur Bayernliga kratzt.

Nachdem Landsberg durch einen verdienten Elfmeter (Strohhofer) früh in Führung gegangen war, glich Unterföhring zunächst durch Gebesci aus und kam durch Cetinkaja noch vor der Pause zum 2:1. „Ein Sonntagsschuss unter die Latte, an dem keiner was machen kann und ein schön herausgespieltes Tor, wo sie gezeigt haben, warum sie vorne mitspielen“, so Kresin, der mit seiner Mannschaft insgesamt aber sehr zufrieden war. „Wenn man mit drei Stürmern spielt, müssen die Offensivkräfte die fünf bis zehn Meter Defensivarbeit mitmachen, damit wir überhaupt zu den Bällen kommen, die dann schnell nach vorne auf Salemovic, Rakaric oder Strohhofer gespielt werden können. Das hat gut funktioniert.“ So war es auch Rakaric, der kurz nach der Pause ausglich. Dass Grund die Gastgeber ein weiteres Mal in Führung brachte, half ihnen auch nicht mehr weiter. Kresin: „Unterföhring hat dann ein bisschen überzogen und unsere Spieler regelrecht angestachelt. Die kriegen dann die zweite und dritte Luft und zeigen ihre individuelle Qualität.“ Die Folge war ein Spiel mit guten Gelegenheiten auf beiden Seiten, in dem diesmal allerdings die Landsberger die höhere Effizienz im Abschluss hatten. Bonfert (73.) und erneut Rakaric (75.) drehten die Geschichte und sorgten binnen zwei Minuten für den nicht unbedingt erwarteten Auswärtssieg. Schöner Nebeneffekt: „Wir wollten natürlich unseren Torjäger weiter nach vorne schieben. Es ist immer schön, wenn man den Torschützenkönig im Team hat“, sagt der Spielertrainer über Stefan Strohhofer. Der belegt gemeinsam mit Daniel Raffler (Affing) mit 24 Toren Platz eins, noch vor Rosenheims Talent Kaya Onur (23). Dafür dürfen sich die Rosenheimer bereits über den Aufstieg freuen – der ist ihnen dank des TSV- Sieges in Unterföhring nicht mehr zu nehmen. „Ich hoffe, da kommt was aus Rosenheim“, sagt Sven Kresin mit einem Augenzwinkern. Er selbst möchte mit seinem Team im letzten Heimspiel (Samstag, 15 Uhr) noch ein wenig weiter in der Tabelle klettern.

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