Nur noch für Anlieger

Bis zum 31. Oktober ist die Bahnhofstraße in Geltendorf für den überörtlichen Verkehr gesperrt. Foto: Osman

In dieser Woche hat die Sanierung der Geltendorfer Ortsdurchfahrt begonnen. Die Kreisstraße zwischen Eresing und der Staatsstraße 2054 ist nun bis zum 31. Oktober für den überörtlichen Verkehr gesperrt. Er wird über Eresing, Schwabhausen und Kaltenberg umgeleitet, während die Bahnhofstraße für Anlieger vorerst noch einspurig befahrbar bleibt. Vom 10. April bis voraussichtlich 10. Juli wird sie allerdings voll gesperrt.

Der Geltendorfer Bahnhof ist während der gesamten Bauzeit nur über Eresing zu erreichen, heißt es aus dem Landratsamt. Da die Buslinien 60 und 61 aus Richtung Weil und Penzing wäh­rend der dreimonatigen Vollsperrung ebenfalls über Schwabhausen und Eresing ausweichen müssen, ergeben sich Probleme für Fahrgäste aus dem Geltendorfer Altort, die normalerweise von den Haltestellen Alter Wirt und Hausener Straße zum Bahnhof fahren. Der Gemeinderat hat es abgelehnt, einen vom Landkreis vorgeschlagenen Ersatzbus mitzufinanzieren. Er hätte die Pendler von Geltendorf nach Schwabhausen gebracht. Stattdessen wird es morgens und nachmittags nur jeweils drei Zu- und Abbringerbusse zur Linie 61 geben, um die Schülerbeförderung zum Bahnhof sicherzustellen. Die Abfahrtszeiten der Busse sind im Internet auf www.geltendorf.de zu finden. Abgesehen von der Zeit der Vollsperrung bleibt für die Geltendorfer die Bahnhofstraße einspurig befahrbar, je nach Baufortschritt wird es auch extra ausgeschilderte innerörtliche Umfahrungsmöglichkeiten geben. Die Landsberger Straße ist von der Abzweigung Moorenweiser Straße bis zur Einmündung in die Staatsstraße komplett gesperrt. Die örtlichen Geschäftsleute wollen an den Umleitungsstellen Hausener und Moorenweiser Straße sowie in Eresing Informationstafeln aufstellen, denen zu entnehmen ist, welche Geschäfte aus der jeweiligen Richtung angefahren werden können. Wie im KREISBOTEN berichtet, werden im Zuge der Sanierungsarbeiten auch ein neuer Gehweg auf der Ostseite der Straße sowie ein Grünstreifen und Parkbuchten auf der Westseite errichtet. Ein Anlieger hatte dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch einen Eilantrag gestellt, in dem er die Verlegung des Park- und Grünstreifens auf die andere Straßenseite forderte. Dadurch wäre der Gehweg von der Fahrbahn abgetrennt, was die Sicherheit für Fußgänger – vor allem für Kinder – erhöhen würde, argumentierte der Antragsteller. Ingenieur Thomas Glatz erklärte dazu, bei einer Verlegung werde der Parkstreifen gestrichen werden müssen. Auf der Westseite sei ein Abstand von 50 Zentimetern zum Straßenrand zwingend einzuhalten. Die verbleibende Fläche im Osten sei an den meisten Stellen zu schmal für Gehweg plus Parkbuchten. Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat deshalb, an der vorliegenden Planung unverändert festzuhalten.

Meistgelesene Artikel

Voreiliger Kahlschlag?

Landsberg – In Kaufering und Igling ist man verstimmt. Der Grund: Die beiden Kommunen sind im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung von der Stadt …
Voreiliger Kahlschlag?

Die Landsberger und "ihr Snowdance"

Landsberg – Seit Tagen schon grassiert in der Lechstadt das Filmfieber. „Angesteckt“ haben sich die Fans des Snowdance Independent Filmfestivals …
Die Landsberger und "ihr Snowdance"

Teststadt für "intelligente Mobilität"?

Landsberg – Wie kann man erreichen, dass die Bürger und Besucher der Lechstadt im Jahr 2035 problemlos, zeitsparend und umweltgerecht mobil sind? Das …
Teststadt für "intelligente Mobilität"?

Kommentare