Nur noch am Rande

Der Dießener Flohmarkt zum Seefest in den Seeanlagen erfreute sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. An mehr als 500 Ständen boten Aussteller ihre Waren feil. Foto: Kaun

Die Zeit der großen Flohmärkte in Dießen ist vorbei: Einerseits begrenzte der Finanzausschuss am Montag die Fläche – das Herzstück der Seeanlagen ist damit tabu. Andererseits dürfen künftig sonntags gewerbliche Anbieter nicht mehr verkaufen.

„Damit haben sie einen der größten und schönsten Flohmärkte in Oberbayern niedergemacht.“ Das war der Kommentar von Peter Kaun jun., der sich nach der Sitzung Luft verschaffte. Der Wunsch der Gemeinderäte war es gewesen, Regelungen für die Dießener Flohmärkte zu finden. Am meisten getroffen hat es den gut eingeführten Flohmarkt zum Abschluss des Seefestes, für den die Gemeinde einst sogar einen Markt festsetzte. Weniger einschneidend, aber die Größe arg reduzierend sind die künftigen Platzbestimmungen: für Flohmärkte freigegeben werden nur mehr der gekieste Festplatz, die Wiese beim Segelclub sowie die Grünfläche Richtung Segelschule. Ab der Tischtennisplatte ist Schluss. Der gesamte Bereich rund um den Kinderspielplatz sowie die weiteren Seeanlagen beim Dampfersteg müssen von Ständen frei bleiben. Aus der Flächenbegrenzung ergibt sich die Beschränkung der Fieranten, auch wenn die Standzahlen nicht explizit festgeschrieben werden. Der ursprüngliche SPD-Flohmarkt von Peter Kaun jun. muss auf etwa die Hälfte reduziert werden. Der schmerzhaftere Einschnitt für den Dießener ergibt sich aus der Bestimmung, an den Sonntagen nur noch private Verkäufer zuzulassen. Nun gebe es zwar die Möglichkeit, auf einen Samstag auszuweichen, „aber das wäre sträflich“, kommentiert es Kaun jun. im Hinblick auf die bisherige Besucherzahl von bis zu 2000. Denn waren schon an den Sonntagen die Straßen zugeparkt, würde durch die Verlegung auf den Samstag ein Stau entstehen „im Süden bis Weilheim, im Norden bis zur Autobahn“, schätzt der ehemalige SPD-Gemeinderat die Situation kritisch ein. Und ohne eine adäquate Standgebühr verlangen zu können, werde die Organisation auch schwierig – Kaun bezweifelt, dass sich genügend Ehrenamtliche finden, die diesen Flohmarkt durchführen. Grundsätzlich sind jedoch durch den Beschluss die drei bisherigen Dießener Flohmärkte – Kaun, Frauenbund und Jugendtreff – genehmigt. Mehr will man nicht haben, der Gemeinderat könnte darüber jedoch abstimmen. Wie bisher soll es künftig nur Dießener Bürgern oder Vereinen gestattet sein, einen Flohmarkt zu organisieren. Der Töpfermarkt ist von den Bestimmungen nicht betroffen, er hat eine eigene Marktfestsetzung.

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