Auf Nummer sicher

Für die weitere energetische Sanierung der Sporthalle, die Beschaffung eines Traktors und verschiedene bauliche Maßnahmen in der Lechauhalle hat die Marktgemeinde rund 855000 Euro im Haushalt eingestellt. Foto: Weh

Mit größeren Rücklagen als zunächst gedacht, geht die Marktgemeinde in das Haushaltsjahr 2011. Bürgermeister Dr. Klaus Bühler hatte sich vor Ratssitzung noch einmal Gedanken gemacht und regte an, die Maßnahme auf der Nordseite des Bahnhofs auf 2012 zu verschieben. Damit erhöhen sich die Rücklagen von anfangs geplanten 200000 Euro auf insgesamt rund 1,3 Mio. Euro.

Rund 800000 Euro waren zunächst für den Bau einer Rampe auf der Nordseite des Bahnhofs (der KREISBOTE berichtete) vorgesehen, aus finanziellen Gründen wird das Projekt aber jetzt auf das folgende Haushaltsjahr verschoben. Rund 100000 Euro sollen stattdessen für den Ausbau der P&R-Anlage auf der Südseite des Bahnhofes verwendet werden, so dass rund 700000 Euro eingespart werden können. Ein Schritt, der auch bei Gabriele Triebel (GAL) auf Zustimmung stieß: „200000 Euro Rücklagen sind bei einem Gesamtvolumen von über 14 Millionen Euro zu wenig.“ Angesichts dessen, dass rund 64 Prozent des Vermögenshaushaltes durch Erträge aus Grundstücksverkäufen gespeist würden, sei das im Zusammenhang mit den 200000 Euro an Rücklagen „ein großer Risikofaktor“. Triebel sprach weiter von einem „historischen Tief der Rücklagen“ seit 1997 und beantragte daher neben der Verschiebung der Maßnahme im Norden des Bahnhofs auch die geplante Straßenbeleuchtung an der Kolpingstraße (150000 Euro) nicht zu realisieren. „Die Straßenbeleuchtung ist kein Luxus, sondern dient der Verkehrssicherheit“, sagte Bühler. „Wenn der Radweg an der Kolpingstraße saniert wird, sollten wir die Straßenbeleuchtung gleich mitmachen.“ Daraufhin wurde dieser Antrag mehrheitlich abgelehnt. Durch die Einsparungen am Bahnhof (700000 Euro) erhöht sich die Summe der Rücklagen jetzt zusammen mit einer Zuführung (432000 Euro) auf rund 1,3 Mio. Euro. „Mit der drastischen Erhöhung der Rücklagen auf über eine Mio. Euro und der Schuldentilgung von über 500000 Euro haben wir einen Haushalt, auf den wir alle mit Stolz blicken können“, sagte Dr. Franz Nimführ (UBV). Bühler begrüßte ebenfalls das Vorgehen, machte aber deutlich: „Wenn wir jetzt den Umbau Bahnhof Nord auf 2012 verschieben, bedeutet das, dass wir im nächsten Jahr eine gleichbedeutende Maßnahme auf 2013 verschieben müssen.“ Um zu sehen, ob in diesem Jahr doch noch finanzielle Möglichkeiten vorhanden sind, erinnerte Hans Koch (SPD) an den mehrheitlich gefassten Beschluss im Rahmen der Haushaltsvorberatungen, demnach es zum Stichtag 30. September einen Zwischenbericht von Seiten der Kämmerei geben sollte. „Dann können wir sehen, wie es mit den Grundstücksverkäufen läuft und entsprechend weitermachen.“ Dieser Vorschlag stieß im Gremium auf breite Zustimmung.

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