Neue Partyhalle fürs Oval

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Das Jugendhaus „Oval“ neben der Schützenhalle wird eine kleine „Partyhalle“ erhalten. Das ist Voraussetzung, dass bereits geflossene Zuschüsse nicht zurück bezahlt werden müssen. Bürgermeister Erich Püttner zeigt auf die Fläche neben der Schützenhalle.

Kaufering – Soll die Marktgemeinde Zuschüsse in Höhe von 90000 Euro zurückzahlen oder die geforderten Voraussetzungen für die offene Jugendarbeit schaffen und das Jugendhaus „Oval“ um eine zusätzliche Halle für 120000 Euro erweitern? Darüber zerbrachen sich die Gemeinderäte in der letzten Sitzung die Köpfe.

Am Ende sprachen sie sich für eine „kleine Lösung“ aus. Das Thema war bereits einmal vertagt worden, weil man zunächst die Jungbürgerversammlung abwarten wollte. 30 Jugendliche hatten dort mit einigen Ratsmitgliedern und dem Gemeindeoberhaupt über das Thema diskutiert. Die Interpretation der Ergebnisse fiel unterschiedlich aus. Während Bür­germeister Erich Püttner aus der Diskussion eine Befürwortung für den Bau einer Partyhalle ableitete, hatte beispielsweise Alex Glaser (GAL) und Gabriele Hunger (CSU) eine ganz andere Wahrnehmung: Den meisten sei das Projekt egal gewesen und der Platz werde nicht angenommen, waren ihre Argumente. 

Hans-Jörg Pilz (GAL) stellte die Frage, wohin denn die offene Jugendarbeit gehen solle. Nach seiner Einschätzung wird das Jugendhaus „Oval“ nur von einer Gruppe von zehn bis zwölf Jugendlichen genutzt. „Dafür sei das zu viel Geld“, rechnete Pilz den Räten vor. Fraktionskollegin Gabriele Triebel gab die Schuld an der verfahrenen Situation dem ehemaligen Bürgermeister. Sie fügte aber auch hinzu, dass es ihrer Meinung nach nicht am Standort liege, sondern eher am Verhalten der Jugendlichen. 

Das Oval-Dilemma hat seinen Ursprung im Anbau des Schützenheimes, weil damit ein Teil des Jugendhauses nicht mehr für den ursprünglichen Zweck, die Jugendarbeit, zur Verfügung stand. Da der Bau aber mit öffentlichen Geldern gefördert worden war, besteht der Bayerische Jugendring (BRJ) nun auf eine Rückzahlung oder auf einen Ausbau, der dann wieder den Richtlinien entsprechen würde. Eine zunächst angedachte Containerlösung, so erklärte Rathauschef Püttner, sei wieder verworfen worden. Mit dem BRJ habe man sich dann auf den Bau einer kleinen Halle geeinigt. Die „kleine Lösung“ nahm der Gemeinderat schließlich mit 10:5 an.

Siegfried Spörer

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