Denklinger Steige:

Engpass an der Steige beseitigt

+
Durchschneiden das Band: Bürgermeister Michael Kießling, Landrat Thomas Eichinger, Planer Wolfgang Buchner und Markus Rieder, Niederlassungsleiter bei der Firma Strommer (Schongau) (v. links).

Epfach – Allzeit gute und unfallfreie Fahrt wünschte der Landsberger Landrat Thomas Eichinger bei der offiziellen Freigabe der Denklinger Steige, die für eine Million Euro ausgebaut wurde und wo der Hang aufwändig gesichert wurde. Drei Wochen nach Abschluss der Bauarbeiten durchschnitt Eichinger zusammen mit Bürgermeister und Kreisrat Michael Kießling, Ingenieur Wolfgang Buchner (Dießen) und Niederlassungsleiter Markus Rieder am Dienstagnachmittag am Fuß der 400 Meter langen Steige das Band.

„Eine wichtige Straßenbaumaßnahme ist abgeschlossen“, betonte Landrat Eichinger, bevor er zur Schere griff. Die Denklinger Steige nordwestlich von Epfach sei ein Beispiel dafür, dass der Landkreis Landsberg viel für den Straßenunterhalt und damit für die Verkehrssicherheit tue.

Vorausgegangen war die Fertigstellung des Kreisverkehrs Eresing/St. Ottilien, die 270.000 Euro kostete und wovon die Gemeinde den größeren Teil schultert. Und nur einen Tag nach Epfach ist die für 3,8 Millionen Euro ausgebaute Kreisstraße zwischen Igling und Kaufering offiziell für den Verkehr freigegeben worden.

Hangkante abgesackt

An der Denklinger Steige bestand Handlungsbedarf, weil der Straßenrand entlang der Böschungskante abgesackt war. Die Standsicherheit der Fahrbahn war nicht mehr gewährleistet. Außerdem war die Kreisstraße LL 16, die täglich von 1.200 Autos, Lkw, Schleppern und anderen Fahrzeugen frequentiert wird, mit fünf Meter Breite zu schmal.

Die Standsicherheit wurde verbessert durch das Abflachen und Verbreitern des Straßendamms. Von den 1,01 Millionen Euro bezahlt der Landkreis Landsberg 570.000 Euro. Aus Zuwendungen des staatlichen Finanzausgleichs fließen 440.000 Euro für diese Maßnahme, wie der Landrat aufschlüsselte.

Die Bauzeit erfolgte vertragsgemäß zwischen Mai und September 2016. Nach den Worten von Johannes Ried, der beim Landkreis Landsberg das Sachgebiet Tiefbau leitet, wurde auf 400 Meter Länge ein Notgehweg errichtet. Er ist einen Meter breit. Dieser Abstand ist zwischen einer Stützmauer am Hang und einer Straße immer gefordert. Die Fahrbahn selbst hat nun eine Breite von 6,5 Meter. Rechts kommt noch vor der Leitplanke das Bankett hinzu.

Mehrkosten von gut 350.000 Euro sind entstanden, weil ein Problem mit einer dicken Humusschicht erst während der Arbeiten zu Tage trat. Und dies trotz „noch so guter Baugrunduntersuchungen“. Das Thema mit der weichen Humusschicht sei aber genau dort aufgetreten, wo keine Untersuchung vorgenommen wurde, erklärte Wolfgang Buchner vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Die baugeologische Betreuung erfolgte durch die Bürogemeinschaft geo.logis (Landsberg).

Deutlich mehr Abtrag

Durch eine gebrochene Schotterschicht soll eine „Verzahnung“ von Alt- und Neubestand im Aufbau der Denklinger Steige errichtet werden. Buchner führte aus, dass statt der geplanten 1.800 Kubikmeter immerhin 6.000 Kubikmeter Oberboden abgetragen werden mussten.

Auf einer Länge von 2.300 Quadratmetern sind Tragschicht und Deckschicht aufgebracht worden. Des Weiteren wurden am Fuß des Hanges, den der Landkreis von der Landwirtsfamilie Besel aus Epfach erwerben konnte, Rohrleitungen gezogen. Dort gelangt das Niederschlagswasser vom Hang zu den Sickeranlagen. Die Restarbeiten am Fuß der Böschung erfolgen im Frühjahr 2017. Zuvor ist aber der zwischengelagerte Oberboden zu entsorgen.

Johannes Jais

Meistgelesene Artikel

Vier Etagen und viel Licht

Landkreis – Es sei lediglich eine „graphische Umsetzung des Flächenbedarfs; kein Plan, keine Lösung“, betont Hochbauamtschef Christian Kusch mit …
Vier Etagen und viel Licht

Ein Londoner Architekt formt den Lechsteg

Landsberg – Der aus Deutschland stammende Architekt Dirk Krolikowski vom Londoner Architekturbüro DKFS wird gemeinsam mit dem Münchener Ingenieurbüro …
Ein Londoner Architekt formt den Lechsteg

Keine "Blutmahlzeiten" mehr

Eching – Im letzten Sommer, geprägt von starken Regenfällen und Hochwasser, war es besonders schlimm mit der Mückenplage rund um den Ammersee. …
Keine "Blutmahlzeiten" mehr

Kommentare