Das Kulturgut Kino erhalten

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Staatsministerin Ilse Aigner (Mitte) zeichnete Rudolf und Klara Gilk für das „qualitativ herausragende Jahresfilmprogramm“ im Olympia Filmtheater aus.

Landsberg – Zu den besten Kinos im Freistaat ist erneut das Olympia Film­theater zu zählen. Staatsministerin Ilse Aigner hat das Traditionskino jetzt für sein „qualitativ herausragendes Jahresfilmpro­gramm“ ausgezeichnet – mit weiteren 58 Kinos

Die Auszeichnung für Qualität im Kino wird alljährlich vergeben – in diesem Jahr war das im Rahmen einer Feierstunde in Abensberg bei Regensburg der Fall. In der Laudatio für das Haus in der Lechstadt heißt es: „Mit zwei neuen Großkinos im Vorortbereich hat sich die Kinosituation in Landsberg extrem zugespitzt. Damit die Landsberger dem Traditionskino mitten in der historische Altstadt treu bleiben, werden zahlreiche Sonderaktionen wie die neue Matinee, das Open-Air auf dem Rossmarkt (mit dem KREISBOTEN, d. Red.) und Starbesuche initiiert.“ Die Betreiber seien fest entschlossen, auch in Zukunft gutes und qualitätsvolles Kino zu bieten – nach dem Motto: „Jetzt erst recht“.

Zu den Kriterien für die Bewertung des Programms zählen ein hoher Anteil von deutschen Filmen, Kinderfilmen und Filmen mit Prädikat. Darüber hinaus spielen bei der Entschei­dung des Vergabeausschusses des Film- und Fernsehfonds (fff) Bayern das Angebot an Filmkunst-, Dokumentar- und Kurzfilmen, Zusatzangebote wie Filmreihen und Filmgespräche oder das perfekte Gesamtkonzept eine Rolle.

Für die Ministerin war die feierliche Verleihung der Urkunden gleichzeitig auch ihre Pre­- miere als neue Filmministerin in Bayern. In der Ansprache stellte Ilse Aigner besonders die regionale Verteilung der Kinos heraus. „Ansprechende Kinokultur ist in Bayern nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch in kleineren Orten selbstverständlich. Mit den Programmprämien danken wir den Kino­betreibern dafür, dass sie das Kulturgut Kino bewahren und ständig fortentwickeln“, so die Staatsministerin.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, die in der jetzigen Situation auch sehr wichtig für uns ist. Wir bemühen uns stetig“, so Kinobetreiber Rudolf und Klara Gilk, „gutes und interessantes Kino in Landsbergs Innenstadt zu bieten. Weg vom Image einer reinen Abspielstätte, hin zum Kino mit Eventcharakter.“ Besonders gut angenommen werde die vor einem Jahr eingeführte Sonntagsmatinee, bei der es „stets aus­- gefallene Filme“ gibt, zum Teil mit Regisseur- und Starbesuchen. Gelegentlich könne man im Vorprogramm auch lokales Geschehen, in HD-Qualität, auf der großen Kinoleinwand bestaunen. „Die neue Digitaltechnik macht’s auch möglich, per Satellit Live-Events aus allen Herrenländern zu übertragen“, weiß Rudolf Gilk.

Geplant sei, demnächst auch gastronomisch im Bühnenanbau, im einstigen Wohnhaus des Kinoerbauers, Neues zu bieten. „Dort soll ein Treffpunkt für die Kinobesucher entstehen“, so die Gilks, „dort kann man sich vor und nach der Vorstellung auf den Film vorbereiten oder das Gesehene ver­dauen und mit Freunden darüber diskutieren. „Kino soll im Olympia nicht nur Film sein, sondern ein abendfüllendes Erlebnis.“

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