Landsberg entwickelt sich weiter

Neues Wohnquartier am Reischer Talweg

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Auf der landwirtschaftlichen Fläche (roter Kreis) zwischen Reischer Talweg (Süden) und Habichtstraße (Norden) sollen in einem neuen Wohnquartier 140 bis 160 Wohneinheiten entstehen. Der Realisierungswettbewerb startet im Herbst.

Landsberg – Wohnraum in der Lechstadt ist knapp und das liegt unter anderem auch am Mangel an geeigneten Flächen für Erweiterungsmöglichkeiten. Die Stadtoberen sind jetzt im Osten fündig geworden: Zwischen Reischer Talweg und Habichtstraße soll ein neues Wohnquartier entstehen – mit rund 150 Wohneinheiten.

Auf 5,3 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche beabsichtigen die Stadt und der Eigentümer ein neues Wohnquartier zu errichten. „Qualitätsvoll, zeitgemäß und nachhaltig für alle Bevölkerungsgruppen“ soll das Vorhaben umgesetzt werden, gibt das Stadtentwicklungsreferat in ihrer Verlage zur Ratssitzung am kommenden Mittwoch (ab 18 Uhr) vor. An diesem Abend soll der Stadtrat die Ziele der Planung absegnen und einem städtebaulichen Realisierungswettbewerb zustimmen.

So könnte das neue Wohnquartier "Reischer Talweg" realisiert werden.

Letzterer eröffne nach Darstellung der Verwaltung die Möglichkeit, ein „attraktives Wohngebiet mit zeitgemäßer Baudichte“ zu entwickeln. Die städtebaulichen Eckdaten sind von einem externen Architekturbüro im Auftrag der Stadt bereits ermittelt und manifestiert worden. Die drei Konzepte gehen von einer Mischung aus Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungsbau (drei bis vier Stockwerke) mit 140 bis 160 Wohneinheiten aus. Weiterhin geplant sind je nach Konzept ein unterschiedlich großer Kinderspielplatz (1.600 bis 2.300 Quadratmeter) und 28 bis 65 Parkplätze entlang der Haupterschließungsachse.

Apropos: Die Erschließung des neuen Wohnquartiers soll allein über die Straße „Am Ziegelanger“, also von Norden, erfolgen. Eine Anbindung an den Reischer Talweg ist für den Kfz-Verkehr nach derzeitigem Planungsstand nicht vorgesehen. „Gut nutzbare Freiflächen“, so ein weiteres Ziel, sollen das Wohnquartier abrunden.

Start im Herbst

Ein positives Votum des Stadtrats vorausgesetzt, könnte der nichtoffene, einstufige Wettbewerb mit fünf bis sieben Teilnehmern im Herbst starten. Die Betreuung des Verfahrens solle in externes Büro übernehmen, was voraussichtlich mit 50.000 Euro zu Buche schlagen wird. Das Wettbewerbs­ergebnis (der Stadtrat ist in der Jury vertreten) wird Grundlage für das nachfolgende Bauleitverfahren sein.

Toni Schwaiger

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