Bald fürs Parken bezahlen?

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Kein Platz mehr frei auf dem nordwestlich des Klinikums gelegenen Parkplatz: Grund dafür sind häufig offenbar Pendler, die die Stellflächen unberechtigt nutzen.

Landsberg – Müssen Autofahrer künftig Parkgebühren zahlen, wenn sie jemanden im Landsberger Klinikum besuchen? Das könnte die Lösung für das dortige Parkplatzproblem sein. Aber auch über eine Erweiterung der Parkflächen in Richtung Westen und den Bau einer Tiefgarage will der Verwaltungsrat des Klinikums nun beraten.

Rund 380 Stellflächen stehen auf dem Klinikums-Parkplatz zur Verfügung. Doch das sind offenbar zu wenig, denn oft wissen Mitarbeiter nicht, wo sie parken sollen, weil bereits alle belegt sind. Diese Lage dürfte sich noch verschärfen, wenn die Kinder- und Jugendpsychiatrische sowie die gerontopsychiatrische Tagesklinik, die derzeit gebaut wird, eröffnet.

Hinzu kommen offenbar Pendler, die den Klinikumsparkplatz nutzen. Etwa 30 bis 50 Stellflächen entfallen auf die Pendler, schätzt Klinikchef Peter Rahn. Mittlerweile hat man deshalb auch Schilder anbringen lassen, die darauf hinweisen, dass der Parkplatz nur von Patienten und Besuchern genutzt werden darf. Kontrollieren könne man das aber freilich nicht, so der Klinikumsvorstand. Etwa 100 neue Parkplätze wären auf alle Fälle nötig. Eine Lösung dieses Problems muss her: Daher könnte es sein, dass Besucher des Krankenhauses künftig für das Parken bezahlen müssen und der Parkplatz mit einer Schranke gesichert wird.

Aber nicht nur die Bewirtschaftung werde derzeit von der Klinikleitung geprüft, auch eine Erweiterung könnte ins Spiel kommen. Das wäre allerdings nur Richtung Westen möglich. Die dortigen Grundstücke befinden sich in Privateigentum, so Klinikvorstand Peter Rahn auf Nachfrage. Da sich durch die Erweiterung aber auch ein längerer Fußweg zum Klinikum für die Nutzer zu erwarten. Das könne man aber nicht jedem zumuten, heißt es von Seiten des Vorstands. Eine weitere Überlegung wäre deshalb der Bau eines Parkhauses. Allerdings ist das auch eine Kostenfrage.

Klinikumsvorstand Peter Rahn favorisiert erst einmal die Bewirtschaftung. Wie hoch die Parkgebühren angesetzt werden, darüber müsse allerdings noch diskutiert werden. Eine endgültige Entscheidung über die Lösung des Parkplatzproblems trifft aber der Verwaltungsrat des Klinikums.

Astrid Erhard

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