Was die Bürger wollen

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Der „Masterplan“ zur Umgestaltung des Pater-Rupert-Mayer-Platzes.

Landsberg – Was ein Budget-Problem ist, haben die Anlieger des Pater-Rupert-Mayer-Platzes schmerzvoll erfahren. Als sie gebeten wurden, ihre Ideen zu einer freundlicheren und kommunikativeren Platzgestaltung zu äußern, verständigten sie sich auf ein Konzept, dessen Verwirklichung 225.000 Euro gekostet hätte. Es standen aber nur 40.000 Euro zur Verfügung. Der Bauausschuss machte den Anwohnern jetzt Hoffnung auf eine Lösung in zwei Schritten.

Über die Bürgerbeteiligung waren die Stadträte voll des Lobes – Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) ging dabei sogar so weit, zu sagen: „Ich will da gar nicht so genau reinschauen. Die Bürger wissen schon, was sie wollen.“ Auch für Moritz Hartmann (Grüne) kam nicht in Frage, noch an einzelnen Maßnahmen herumzumäkeln: „Die Anwohner haben die Ideen entwickelt. Wir sollten sie verwirklichen.“

Einigkeit bestand allerdings auch, dass man das „große Budget“ jetzt nicht einfach durchwinken könne, zumal es nicht im Haushalt stehe. Stadtbaumeisterin Birgit Weber definierte: „Die Ergebnisse zeigen die Richtung auf und weisen den Weg für den Moment, in dem wieder Geld zur Verfügung steht.“

Daher fasste der Stadtrat einen „Doppelbeschluss“ aus Kenntnisnahme und Teilbeauftragung. Er nahm den „Masterplan“ mit den Grundaussagen zur „Gliederung des Platzes durch attraktive Pflanz- und Rasenflächen, unterschiedliche Aufenthaltsbereiche am Brunnen und Sitzgruppen am Rand des Platzes sowie kleine Plätze für differenzierte Freizeitaktivitäten“ zustimmend zur Kenntnis, beauftragte die Verwaltung allerdings zunächst nur, den östlichen Teilplatz und die südwestliche Spitze umzugestalten.

Für die Anwohner bleibt damit die Hoffnung auf die Verwirklichung der großen Lösung. Wie realistisch sie ist, dürfte allerdings unterschiedlich beurteilt werden. Während Städtebaureferent Berthold Lesch (CSU) die Einstellung des Restbetrags in den Haushalts 2017 bereits befürwortete – „immerhin handelt es sich um die erste Maßnahme des Projekts Soziale Stadt“, äußerte sich Ludwig Kaiser (SPD) zurückhaltender. Das sei zwar nur der Anfang, aber „das mit dem Haushalt 2017 muss sich zeigen“.

Werner Lauff

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