Patronatskomitee gegründet

Sammeln für Herkomer

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Gruppenbild mit Herkomer: Franz Xaver Rößle, Sonia Fischer, Hartfrid Neunzert und Sigrid Knollmüller (von links) bilden mit dem beim Pressetermin erkrankten OB Mathias Neuner das Patronatskomitee.

Landsberg – Schaut man über den Lech, blitzt das „Goldene Dacherl“ in der Sonne. Auch aus der Nähe verliert er nichts von seiner Wirkung: der Turm, der Park, alles zusammen bildet eine einzigartige Atmosphäre. Diesen Platz mit seinem Museum neu zu beleben, ist Anliegen des  Patronatskomitees.

2014 soll im Zeichen des 100 Jahre zuvor verstorbenen Ehrenbürgers Sir Hubert von Herkomer stehen. Neben der not- wendigen Sanierung des Mutterturms samt Museum und Errichtung eines Museumscafés soll auch die Persönlichkeit des „Universal-Genies“ (Museumsleiterin Sonia Fischer) wieder mehr Bedeutung für die Landsberger gewinnen. Diese beiden Punkte sind laut Stadtratsbeschluss Aufgabe des neugegründeten Patronatskomitees, dem neben dem Vorsitzenden OB Mathias Neuner die Dritte Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller, Museumsleiterin Sonia Fischer und deren Vorgänger Hartfrid Neunzert sowie Ex-OB Franz Xaver Rößle angehören.

Wichtigstes Ziel: die Beschaffung finanzieller Mittel in Form von Spenden. Dank einer Einzelspende (120000 Euro) sei die Grundsanierung gesichert, insgesamt weist das Konto der Stiftung bereits einen Betrag von 125000 Euro auf. Die Komitee-Mitglieder hoffen nun auf die Spendenbereitschaft der Landsberger, nach dem Vorbild der Renovierung der Stadtpfarrkirche oder der Sonnenuhr am Schmalzturm. Jede Spende geht zu 100 Prozent in den „Sanierungstopf“ der Herkomerstifung, versprechen die Komitee-Mitglieder.

Die ersten Reaktionen aus der Bürgerschaft seien sehr positiv, berichtet Sigrid Knollmüller: „Die Leute sprechen mich auf der Straße an und möchten das Projekt unterstützen“. Ihr Wunsch: „Die Landsberger Bürger sollen sich mehr mit der Kunst ihrer Stadt und besonders mit Herkomer als Künstlerpersönlichkeit identifizieren können“.

Dem schließt sich auch Hartfrid Neunzert an. Herkomer sei durch die nationalistischen Einstellungen um 1900 in die „böse deutsche Ecke“ gestellt worden. Dabei könne sein Werk und sein Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen zu internationalem Ruhm Vorbild und Ansporn sein. Auch Franz Xaver Rößle, der mit dem Mutterturm viele schöne Erlebnisse verknüpfen kann, betont, dass die Stadt sich des Erbes würdig erweisen müsse. Er sei von dem Gesamtkonzept begeistert, ein Museumscafé in diesem Ambiente könne etwas ganz Besonderes werden und auch die Hochzeiten im Mutterturm bereichern.

Für dieses Jahr sind einige Benefizveranstaltungen geplant, um Geld zu sammeln und die Außenwirkung des Projektes zu verstärken, 2014 finden Festveranstaltungen zu Ehren des Künstlers statt. „Wir wollen Herkomer wieder in die Öffentlichkeit bringen“, so Sonia Fischer. 

Das Spendenkonto: Herkomerstiftung der Stadt Landsberg, Kontonummer 3004, Sparkasse Landsberg-Dießen, BLZ 70052060.

Patricia Eckstein

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