Das Pflänzchen ist groß geworden – Raumnot an FOS, BOS und Berufsschule ist passé

Vision plus Wille“ haben der Fachoberschule (FOS) Landsberg einen Erweiterungsbau beschert und zudem die Berufsschule zum Kompe­tenz­zentrum für Nutzfahrzeug-Mechatroniker gemacht. Die Vision stammte von Schulleiter Oswald Kurr, den Willen zur Umsetzung hatten Landrat Walter Eichner (CSU) und der Kreistag. In der vergangenen Woche wurden die neuen Räumlichkeiten feierlich eingeweiht.

„Die Wertschätzung einer Region beginnt in den Klassenzimmern“, so Kurr in seiner Dankesrede. Hier zeige sich, wie ernst es den politisch Verantwortlichen sei mit den Bildungs­chancen und der Förderung junger Menschen. In Landsberg ist mit dem Start des Schuljahres zur Berufsschule und der FOS auch noch eine Berufsober­schule (BOS) hinzugekommen. „Sie rundet das schulische Angebot perfekt ab“, erklärte Eichner. „Heutzutage sind gute Schulen ein ganz entscheidender Standortfaktor, wenn sich ein Landkreis gut positionieren will.“ Im FOS-Erweiterungsbau sind 13 neue Klassenzimmer und 11 Nebenräume entstanden, dazu eine Lkw-Halle mit integrierten Fachräumen für Mechatroniker. Rund 8,8 Millionen Euro kostete die Baumaßnahme, von denen der Landkreis sieben Millionen aus eigener Tasche bezahlt. Den Rest gibt der Freistaat. Voll im Trend Festredner Marcel Huber, Staatssekretär im Kultusministerium, lobte die gelungene Baumaßnahme als „optimale Lern­umgebung". Das kleine Pflänzchen FOS, vor sieben Jahren mit zwei Klassen gestartet, umfasst inzwischen 20 Klassen mit 535 Schülern in drei Ausbildungsrichtungen und bietet mit der FOS13 nun auch die Möglichkeit, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben – ein Weg, den in diesem Schuljahr 20 Prozent mehr Schüler be­schreiten, so Huber. „Die große Nachfrage entspricht dem bayernweiten Trend. Junge Menschen sehen und nutzen die angebotenen Bildungs­chancen immer mehr.“ Den kirchlichen Segen für die neuen Räumlichkeiten spendeten Stadtpfarrer Dekan Thomas Rauch und Pfarrer Detlev Möller. Rauch erinnerte daran, dass sich unweit des heutigen Schul­stand­orts an der Spitalfeldstraße bereits im 16. Jahrhundert eine Bildungseinrichtung der Jesuiten befand. „Diese Region hat eine lange und gute Tradition in Sachen Bildung“, so Rauch. Bildungschancen seien entscheidend für eine gerechte Gesellschaft. 200 gute Wünsche Die beiden Architekten des Erweiterungsbaus, Reinhard Klein und Reiner Sänger, übergaben einen symbolischen Schlüssel an Schulleiter Oswald Kurr. Im Anschluss an die Feierstunde, die vom Landsberger Bläser-Ensemble „Heilix BLechle“ unter der Leitung von Hans-Günter Schwanzer musikalisch umrahmt wurde, ließen die Gäste 200 gelbe und rote Luftballons mit guten Wünschen für Schulen und Schüler in den blauen Herbsthimmel steigen.

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