Sonnensystem am Lech

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Einige Schüler des P-Seminars „Errichtung eines Planetenwanderweges“ am Ignaz-Kögler-Gymnasium präsentierten stolz ihre Modelle von dem größten Planeten Jupiter (links) und dem kleinsten Merkur (rechts)

Landsberg – Einen Planetenwanderweg am Lech zu errichten, ist ehrgeiziges Projekt der Schüler des P-Seminars im Fach Physik am Ignaz-Kögler-Gymnasium. Der Bauausschuss des Stadtrates war von der Idee begeistert und sprach sich einstimmig für deren Realisierung aus.

„Jetzt läuft’s“, erzählt Physiklehrer und Leiter des Seminars Wolfgang Müller. Die Schüler sind sich einig: Sie hätten nicht damit gerechnet, dass das so lange dauert. Aber die Planung für ihren Planetenwanderweg ist nun abgeschlossen. Vor allem das Bürokratische und Organisatorische sei aufwendig gewesen, ergänzt Müller. Gerade oft kommt es ja auch nicht vor, dass Schüler ihr Projekt dem Bauausschuss vorstellen. In diesem Fall war das aber notwendig, da der Weg durch die ganze Stadt entlang des Lechs von der Katharinenbrücke bis zum Waldfriedhof führen soll. Auf dieser Strecke von rund 2,8 Kilometern sollen alle Planeten unseres Sonnensystems in Form von Plattenmodellen im richtigen Größenverhältnis aufgestellt werden können. 

Begin­nend bei der Sonne in der Von-Kühlmann-Straße folgen dann in maßstabsgetreuen Abständen die Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Diese sollen auf Stelen aufgestellt und mit Infotafeln versehen werden. Die Motivation der 15 Schüler, an dem Seminar teilzunehmen war es, selbst kreativ zu werden und etwas zu schaffen, was dann später für alle Leute in der Stadt zu sehen ist und auch genutzt werden kann. Die Planung war für die Schüler die Hauptarbeit. Diese ist nun seit Januar beendet. Jetzt sind ihre Partner – die Firma Hirschvogel und die Firma Stelzner in Ummendorf – an der Reihe. Die Planeten selbst stellen die Lehrlinge bei Hirschvogel her. Die ersten sind bereits fertig. 

Die Idee, die großen Planeten wie den Jupiter aus Platten zusammenzusetzen, kam auch von den Schülern selbst: „Wir haben Edelstahl als Material für unsere Planeten gewählt. Hätten wir daraus Kugeln gefertigt, wären diese zu schwer geworden“, erklärt Jonathan Zerhoch. So seien sie auf die Idee mit den einzelnen Platten gekommen. Die dazugehörigen Infotafeln macht die Firma Stelzner. Da können die Schüler dann vielleicht auch noch einmal selbst Hand anlegen und die Oberfläche schleifen. Allerdings erst, wenn sie zwischen schriftlichem und mündlichem Abitur Zeit dafür finden. Noch vor den Sommerferien sollen dann die ersten Planeten aufgestellt werden, so Müller.

Astrid Erhard

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