Piepmätze im Garten?

Auch die Blaumeise (Foto) gehört hierzulande zu den meistgezählten Wintervogelarten. Foto: Graf/LBV

Für alle, die nach den Festtagen wieder draußen aktiv sein wollen, ist diese Aktion genau das Richtige: Am Ende der Weihnachtsferien startet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) seine „Stunde der Wintervögel“. Bereits zum siebten Mal sind deutschlandweit und damit auch im Landkreis Landsberg alle Naturbeobachter aufgerufen, an einem beliebigen Tag zwischen 6. Januar (Dreikönig) und 8. Januar eine Stunde lang Vögel zu zählen – sei es am Futterhäuschen im Garten, auf dem Balkon oder im Park.

Die „Stunde der Wintervögel“ findet immer mehr begeisterte Anhänger. Alleine in Oberbayern wurden bei der letzten Aktion vor einem Jahr knapp 240000 Vögel von über 8800 Naturfreunden gezählt. Besonders eifrig haben die Naturbeobachter im Landkreis Landsberg mitgemacht: „312 Teilnehmer haben über 9800 Vögel gemeldet“, weiß LBV-Kreisvorsitzende Thea Wolf. Die Spitzenplätze unter den gezählten Vogelarten nähmen traditionell Kohl- und Blaumeise, Feld- und Haussperling (Spatz) sowie die Amsel ein. Von Landkreis zu Landkreis gibt es aber durchaus Abweichungen und Verschiebungen einzelner Arten. So wird etwa der Spatz in München immer seltener und zeigt sich dafür häufiger im Umland. Zugvögel bleiben Auch langfristige Trends werden mit einer so großen Vogelzählung erfasst. Durch die LBV-Aktion „Stunde der Winter­- vögel“ konnte belegt werden, dass immer mehr „traditionelle Zugvögel“ sich die weite Reise nach Süden sparen und den Winter über in heimischen Gefilden verbringen. Wolf: „Angesichts des sehr milden Herbstes 2011 dürfte sich diese Tendenz noch verstärken.“ Bei der „Stunde der Wintervögel“ kann jeder mitmachen – egal ob Jung oder Alt, ob Vogelexperte oder Laie. „Gerade Familien haben großen Spaß am Zählen“, weiß LBV-Kreisvorsitzende Thea Wolf und verweist auf die Internetseiten des Landesbundes für Vogelschutz. Auf www.lbv.de und www.stunde-der-wintervögel.de stellt der LBV ein umfangreiches Angebot an Wissenswertem zu unseren heimischen Vogelarten und zur richtigen Fütterung bereit. Zudem sind dort auch die Meldebögen für die Vogelzählung verfügbar. Ruhiges Plätzchen Diese sei sehr einfach. Wolf: „Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Art die höchste Zahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können dann online, telefonisch oder per Post gemeldet werden.“ Ein besonderer Anreiz zum Zählen: Unter allen Teilnehmer werden attraktive Preise verlost, Hauptgewinn ist ein hochwertiges Fernglas. Einsendeschluss ist der 16. Januar. • Meldungen zur „Stunde der Wintervögel“ via Internet www.stunde-der-wintervögel.de oder Tel. 0800/1157115 (kostenlos, freigeschaltet am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr) oder per Post: Landesbund für Vogelschutz, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein.

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