Platz für drei bis fünf Windräder

Die Gemeinde hat im Entwurf eines Teilflächennutzungsplans ein Gelände zwischen Hausen und Eismerszell (Gemeinde Moorenweis) als potentiellen Standort für Windkraftanlagen ausgewiesen. Hier könnten auf rund 100 Hektar drei bis fünf Windräder entstehen. Während der Planentwurf nun das übliche Verfahren durchläuft, kann der Antrag auf Errichtung einer Windanlage im Wald zwischen Walleshausen und Petzenhofen für ein Jahr zurückgestellt werden. Wird der Teilflächennutzungsplan in der vorliegenden Form verabschiedet, kann dieses Projekt nicht verwirklicht werden.

Sinn des Teilflächennutzungsplans Windkraft ist es, Konzentrationszonen auszuweisen, in denen mehrere Anlagen errichtet werden können. Gleichzeitig wären sie im restlichen Ge­meindegebiet ausgeschlossen. Für Geltendorf ermittelte Marc Wißmann vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum (PV) insgesamt zehn Flächen, die theoretisch für Windkraft in Frage kämen. Die meisten davon seien jedoch zu klein und daher als Konzentrationszonen ungeeignet. „Man würde das bekommen, was man eigentlich verhindern will – die Verspargelung der Landschaft“, so Wißmann. Zu diesen Flächen gehört auch das 25 Hektar große Gelände nordöstlich von Walleshausen. „Hier könnte maximal eine Anlage entstehen“, so Wißmann. Er empfahl deshalb, diesen Standort nicht weiter zu verfolgen. Anders das Gelände zwischen Hausen und Eismerszell. Laut Wißmann ist es rund 156 Hektar groß und ermöglicht mit Windgeschwindigkeiten zwischen 4,9 und 5,4 Metern pro Sekunde einen wirtschaftlichen Betrieb. Sollten die vorgeschriebenen Abstandsflächen erhöht werden – auf 1000 Meter zur Wohnbebauung und 700 Meter zu Weilern und Mischgebieten – blieben auf dem Gelände noch 100 Hektar, die für Windkraft genutzt werden könnten. Seltene Vogelarten? Ob die Fläche die weiteren Prüfungen besteht, bleibt abzuwarten. „Im Norden des Geländes befindet sich ein Boden­- denkmal, im Süden grenzt es an einen Schutzwald und ein landschaftliches Vorbehaltsgebiet“, so Wißmann. Michael Lohner (Grüne) sprach seltene Vogelarten an, die möglicherweise hier zu finden seien. Belange des Artenschutzes wür­- den im Verfahren geprüft, entgegnete Wißmann. Stünden hier Bedenken entgegen, dann könne das das Aus für den Standort bedeuten. „Was dann?“, wollte Horst Kürschner (Grüne) wissen. Er plädierte dafür, vorsichtshalber auch noch eine Fläche westlich von Walleshausen in den Entwurf aufzunehmen. Diesen Antrag lehnte die Mehrheit ab. Man könne die Fläche bei Bedarf später immer noch aufnehmen, so Wißmann. „Dies ist erst der erste Entwurf. Sie verpflichten sich zu gar nichts.“ Die Beschlüsse zur Aufstellung des Planentwurfs fielen einstimmig. Die Gemeinde wird nun beim Landratsamt Landsberg darum bitten, den vorliegenden Antrag auf Genehmigung einer Windanlage für ein Jahr zurückzustellen.

Meistgelesene Artikel

Ein Kreisverkehr ist out

Kaufering – Pendler, die morgens zur Hauptverkehrszeit auf der alten B17 in Richtung Landsberg unterwegs sind, kennen das Problem zur Genüge. Wenn …
Ein Kreisverkehr ist out

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Kommentare