Auf der grünen Wiese

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Die derzeitige Kreisverwaltung platzt aus allen Nähten: Der Kreistag hat nun beschlossen, eine Aufstockung des Gebäudes nicht weiter ins Auge zu fassen.

Landsberg – Ein oder zwei Gebäude, das alte Gebäude aufstocken oder ein kompletter Neubau – trotz zahlreicher vorausgegangener Diskussionen gingen die Meinungen der Kreisräte darüber auseinander, wie es nun mit dem Landratsamt weitergehen soll. Manfred Rapp (FW) stellte sogar den Antrag auf Absetzung des Tagesordnungspunktes, da man nicht genügend Informationen erhalten habe. Das Gremium stimmte jedoch mehrheitlich dafür, das Thema auf der Tagesordnung zu belassen. Mit 32:17 Stimmen entschied man aber, die Planungen am jetzigen Standort in der von-Kühlmann-Straße aufzugeben.

Einige Kreisräte hätten eine Entscheidung gerne noch hinausgezögert. Man müsse zuerst die Standortfrage klären, meinte etwa Hermann Dempfle (Bayernpartei), bzw. Kriterien festlegen, argumentierte auch Monika Groner (GAL). Doch da es bei dieser Entscheidung lediglich darum ging, dass weitere Erkundigungen eingeholt werden sollen, lehnte die Mehrheit die Absetzung des Tagesordnungspunktes ab.

Dass der Platz im Hauptgebäude in der Von-Kühlmann-Straße nicht mehr ausreicht und dass die Kreisbehörde mittlerweile auf elf Außenstellen im gesamten Stadtgebiet verteilt ist, war bereits mehrmals diskutiert worden. Mehrere Varianten standen deshalb im Raum. Alle vier Varianten setzen dabei voraus, dass Gesundheitsamt und Jobcenter in ihren jeweiligen Gebäuden verbleiben sollen. Diese vier Varianten beinhalten eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes in der von-Kühlmann-Straße, eine Aufstockung mit einer Erweiterung nach Süden, eine Erweiterung über der bestehenden Tiefgarage sowie ein Erweiterungsbau (der KREISBOTE berichtete). Ein Grundstück am „Penzinger Feld“ im Landsberger Osten sowie der Schlüsselanger stehen für diesen Neubau derzeit im Raum.

Das von der Stadt angebotene Grundstück am Schlüsselanger hat eine Fläche von rund 16.400 Quadratmetern – zu klein, um langfristig dort ein Gebäude zu planen, in dem die gesamte Kreisbehörde untergebracht werden könnte. Momentan sei eine Komplettverlagerung in einem großen Gebäude nicht sinnvoll, argumentierte Landrat Thomas Eichinger, jedoch müsse nach Auffassung der Verwaltung der Standort die Möglichkeit bieten, langfristig die gesamte Landkreisverwaltung in einem Gebäude unterzubringen. Er würde deshalb auch ein Grundstück vorschlagen, das auch eine Komplettverlagerung zulässt, so Eichinger. Zuletzt hatte der Kreisausschuss sich darauf geeinigt, die vorgestellten Varianten weiter zu untersuchen sowie die Standort- und Grundstücksfrage zu klären.

Jetzt gingen im Kreistag die Diskussionen von neuem los: Von „Investitionen am jetzigen Gebäude einstellen“ (Hermann Dempfle), über Aufstockung des jetzigen Gebäudes um zwei Stockwerke (Manfred Rapp) bis hin zum Kauf eines Erweiterungsgebäudes (Albert Thurner). Die Planung vor Ort (an der Von-Kühlmann-Straße) sei „rausgeschmissenes Geld“ argumentierte auch Josef Loy (CSU), denn man könne die Mitarbeiter nicht unterbringen.

Der Kreistag stimmte der Planung für das Landratsamt ein Erweiterungsgebäude zu errichten oder zu erwerben zu. Die Von-Kühlmann-Straße soll dagegen nicht weiter beplant werden. Die Verwaltung wird nun damit beauftragt, für Lösungen an einem neuen Standort die Grundstücksfrage zu klären.

Astrid Erhard

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