Probe sitzen und Werkbank

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ANDREA PETER, Landsberg – 30 Jahre sind genug: Am Samstag, 5. Juni, wird beim Ortsverband Landsberg des Technisches Hilfswerks (THW) ein modernes und leistungsfähiges Einsatzfahrzeug präsentiert. Es ersetzt den alten LKW, der über drei Jahrzehnte im Einsatz war. Aus diesem Anlass öffnet das THW seine Tore in der Ehrenpreisstraße 4 bei einem Tag der offenen Tür. Um 11 Uhr wird die Fahrzeugweihe sein, informiert Elmar Helminger, der Vorsitzende der THW-Helfervereinigung Landsberg. Interessierte Bürger, die staunen und Neues erfahren möchten, sind von 14 bis 18 Uhr willkommen. Die ehrenamtlichen THW-Helfer werden an diesem Samstagnachmittag die Funktionen des neuen Fahrzeugs auf dem THW-Gelände vorführen. Ein ganz besonderer Vorteil dieses THW-Lkws sei das so genannte modulare Wechselladerkonzept mit höchst flexiblen Einsatzmöglichkeiten, weist Helminger auf die Vorteile hin. Da Rotes Kreuz und Feuerwehr bereits mit ähnlichen „Hakenfahrzeugen“ einschließlich entsprechend „verlastbarer“ Container ausgerüstet seien, verbessern sich die Möglichkeiten im Katastrophenschutz: Ab sofort können sich die Hilfsorganisationen mit Ausstattung und Transportkapazitäten schnell gegenseitig unterstützen. Nicht nur bei „reinen Katastrophenfällen“ wird der neue THW-Lkw gebraucht, auch bei schweren Hochwasser- oder Unwetterlagen kommt er zum Einsatz – als unterstützende Hilfeleistungen für Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz. Mit dem großen Anbaukran, vielen Anbaugeräte und der kippbaren Mulde ist der Lkw vielseitig einsetzbar. Zudem ist es jetzt möglich, Naturschutzmaßnahmen und ökologische Aktionen, auch an Ammersee und Lech, noch effektiver als bisher zu leisten. Neben der Präsentation des neuen Fahrzeugs möchte das THW-Landsberg am 5. Juni auch über das breite Leistungsspektrum der Katastrophenschutzorganisation des Bundes informieren. So gibt es parallel zur Fahrzeug- und Geräteschau finden an vielen Stationen technische Vorführungen und Erläuterungen. So wird der fachgerechte Umgang mit der modernen Ausstattung, wie die Möglichkeiten des Einsatzgerüstsystems und das Arbeiten mit Rettungsgeräten, Hebekissen, schweren Aufbrechhämmern und Trennschleifern gezeigt. Selbst Hand anlegen Für die jüngeren Gäste hält die THW-Jugend viele Überraschungen bereit. Mitmachen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht: So können die Kinder in Begleitung ihrer Eltern an extra vorbereiteten Werkbänken selbst ans Werk gehen und sich in der Holz- oder Metallbearbeitung üben oder einfach einmal in einem THW-Einsatzfahrzeug Probe sitzen. Die Helfer des THW-Ortsverbandes engagieren sich seit über fünf Jahrzehnten. Im letzten Jahr waren es über 13000 Stunden – davon wurden rund 1100 Stunden in den Abruzzen geleistet, um den Italienern nach dem Erdbeben2009 beizustehen. Dabei können die Freiwilligen in den unterschiedlichsten Bereichen des Ortsverbandes tätig werden: In der Bergung, der Fachgruppe Infra- struktur oder im Zugtrupp ist Helfen möglich. Neulinge werden in der THW-Jugend spielerisch an die Technik herangeführt. „Auf die allgemeine Jugendarbeit wird großer Wert gelegt“, erklärt Elmar Helminger, der im Ortsverband unter anderem für den inneren Dienst zuständig ist.

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