Nach welchem Modell?

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Wie die Ausbaukosten der Pfettenstraße umgelegt werden, entscheidet der Gemeinderat am kommenden Dienstag.

Penzing – An einem ungewohnten Ort fand in diesem Jahr die Penzinger Bürgerversammlung statt. In der Aula der Grundschule fanden sich am Montag Abend rund 80 Interessierte ein, um dem rund einstündigen Bericht von Bürgermeister Johannes Erhard zu lauschen. Fragen gab es anschließend nur wenige.

Der Ausbau der Pfettenstraße hat die Penzinger von April bis September beschäftigt. Gekostet hat die Maßnahme rund 1,5 Millionen Euro, wovon 880.000 Euro durch Zuschüsse abgedeckt sind. Die Abrechnung mit den Anliegern steht noch aus. Sie könne erst erfolgen, wenn die Schlussrechnungen der beteiligten Baufirmen vorliegen, so Erhard.

Noch ist aber gar nicht klar, nach welchem Modell die Umlage der Kosten erfolgen wird. Der Gemeinde liegt ein von rund 100 Bürgern unterstützter Antrag vor, die bisherige Straßenausbausatzung in wiederkehrende Beiträge umzuwandeln. Ob das geschieht, entscheidet der Gemeinderat laut Erhard in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 15. November.

Dass dem Gehweg an der Pfettenstraße ein etwa 20 Meter langes Stück fehlt, erklärte Erhard mit Problemen beim Grunderwerb. Man arbeite noch an einer Lösung. Dass die Bürgerversammlung nicht wie gewohnt im Gasthaus Frank stattfand, hing übrigens auch mit der Pfettenstraße zusammen. Angeblich hatte man sich dort darüber geärgert, dass die Bauarbeiten ausgerechnet während der Betriebsferien ruhten. Für die Bürgerversammlung musste daraufhin ein anderer Veranstaltungsort gefunden werden.

Im Rahmen der Wasserversorgung durch die Pöringer Gruppe entsteht im kommenden Jahr eine Ringleitung zwischen Schwab­hausen und Ramsach. Das dazugehörige Wasserschutzgebiet werde größer ausfallen als zunächst gedacht, so Erhard. Ein Treffen mit den betroffenen Landwirten sei geplant.

Der Schuldenstand der Gemeinde soll zum Ende dieses Jahres bei knapp 500.000 Euro liegen. Dazu kommen allerdings noch die Schulden des Kommunalunternehmens und des Abwasserzweckverbands (AZV), die Erhard auf Nachfrage eines Bürgers auf vier Millionen Euro im Falle des Kommunalunternehmens und 1.327 Euro pro Kopf im Falle des AZV bezifferte. Die Verbindlichkeiten des Kommunalunternehmens werden durch den bevorstehenden Neubau des Bauhofs noch ansteigen. Die derzeit schuldenfreie Pöringer Gruppe muss für den Bau der Ringleitung Gelder aufnehmen. Dies sei für die Sicherheit der Wasserversorgung aber wichtig, so Erhard.

Ein Awesender kritisierte, dass bei der Sanierung des Rathauses allein 263.000 Euro für die Außenanlagen ausgegeben worden waren. „Man hätte sicher etwas einsparen können. Diese Summe verstehe ich nicht“, so der Bürger. „Da geht‘s dir wie mir“, entgegnete Erhard trocken. Die Baukosten seien aber derzeit sehr hoch. Man habe während der Planungen schon Etliches gestrichen und nur das Notwendige gemacht. Die Hälfte der Summe sei für die Sanierung der Fahrradhalle verwendet worden, die andere für den Umbau des Rathausvorplatzes.

Ulrike Osman

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