Fernab der Masse

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Klara und Rudolf Gilk vom Olympia-Filmtheater erhielten erneut von Medienministerin Ilse Aigner einen Preis für ihr herausragendes Kinoprogramm.

Landsberg – Medienministerin Ilse Aigner überreichte am Donnerstag im Theater Regensburg an 60 Kinobetreiber aus ganz Bayern die Preise für ihre herausragenden Programme. Mit dabei auch wieder das Olympia-Filmtheater in Landsberg, das in den letzten Jahren schon mehrfach ausgezeichnet wurde. In ihren Reden gingen die Ministerin und FFF Geschäftsführer Klaus Schaefer auf die Situation der Filmtheater angesichts des Mainstreams und der digitalen Angebote ein.

„Gerade wer nicht auf Mainstream und Masse setzt“, so Staatsministerin Ilse Aigner, „hat unsere Unterstützung ganz besonders verdient.“ Gänzlich am Markt könnten die Betreiber der Filmtheater nicht vorbeigehen. Aber sie könnten etwas in den Markt hineinbringen. Ebenso ging Ministerin Aigner auf die Verbreitung der Filmtheater ein. So gebe es so viele Kinos in Bayern wie in keinem anderen Bundesland, auch in Orten unter 20.000 Einwohner. „Ich habe gerne Kinos im Land und ganz besonders auf dem Land“, sagte sie in ihrer Rede.

Klaus Schaefer vom Film- und Fernsehfond ging auf die Angebote ein, die eine Konkurrenz zum Kino bilden: „In der heutigen Zeit der vielen digitalen Möglichkeiten ist es wichtiger denn je, sich im Kino zu treffen und zusammen Filme zu schauen“, resümierte er.

Bei der Preisverleihung wurde jedes einzelne ausgezeichnete Kino individuell gewürdigt und erhielt aus den Händen der Staatsministerin die Urkunde als Anerkennung für die gute Kinoarbeit. Das Olympia-Filmtheater hatte, wie schon in den Jahren davor, erneut mit einem sehr reichhaltigen Programm bestochen, mit zahlreichen Arthouse-Filmen, mit Live-Ballett- und Opernübertragungen aus Moskau und Mailand. In den sehr beliebten Sonntagsmatineen gibt es stets ganz spezielle Filme zu sehen, von der Reise um die Welt bis hin zu Dokumentationen über berühmte Künstler, Filme, die sich mit den Problemen unserer Zeit auseinander setzen, aber auch niveauvolle Komödien sind im Angebot.

Beim FFF Bayern wurden in diesem Jahr 75 Anträge auf Gewährung einer Programmprämie eingereicht. Der FFF-Vergabeausschuss hat in der Oktobersitzung insgesamt 60 bayerische Filmtheater für die Auszeichnung mit einer Programmprämie empfohlen. Der Programmpreis für das Olympia-Filmtheater in Landsberg ist mit 5.000 Euro dotiert.

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