U30 und Prozente – Mehr Freiheit bei den Stadttheaterpreisen

Es sei eine der kulturpolitischen Aufgabe, Jugendliche ins Stadttheater zu ziehen. Das hat Theaterleiter Florian Werner im Stadtrat betont und auf Defizite in der aktuellen Tarifstruktur hingewiesen. Das Plenum räumte ihm nun mehr Freiheiten in der Preisgestaltung ein.

Der seit gut zwei Monaten in städtischen Diensten stehende Werner hatte im Vorfeld die Kartenpreise näher unter die Lupe genommen. Dabei fiel ihm auf, dass Jugendliche in der normalen Platzkategorie trotz Ermäßigung immer noch zwischen 18 und 25 Euro berappen müssen. Damit sei Landsberg in der umliegenden Theaterlandschaft nicht konkurrenzfähig und für Jugendliche „wenig attraktiv“. Werners Vorschlag: Jugendclub für Elf- bis 21-Jährige gründen und 50 Prozent Ermäßigung gewähren – ebenso für Schülergruppen ab 15 Personen. Freie Hand Dem Stadtrat ging das nicht weit genug. Er sprach sich letztlich auf Vorschlag von OB Lehmann dafür aus, Jugendlichen grundsätzlich 50 Prozent zu gewähren und den Eintrittspreis auf 10 Euro zu begrenzen. Zudem hat der Theaterleiter freie Hand bei Einzelermäßigungen und beim Restkartenverkauf, dem so genannten U30-Angebot – 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn gibt’s die Karten deutlich billiger. Die Experimentierphase währt bis zum 31. Juli 2010.

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