Rasanter Aufstieg

Ohne einen Finger zu rühren, haben sich die Fußballer des TSV Landsberg unerwartet auf den 3. Rang der Landesliga Süd vorgeschoben. Der SV Pullach hatte am ersten Spieltag sechs Akteure unberechtigt auf den Platz geschickt, aus der 1:3-Niederlage der Landsberger wurde somit ein X:0-Sieg.

Bis 30. Juni 2011 war das fragliche Sextett für Pullach spielberechtigt, so war das auch in den jeweiligen Spielerpässen vermerkt. Das Problem: Die Partie gegen Landsberg fand erst am 23. Juli statt. Völlig unverständlich wird die Geschichte allerdings, wenn man weiß, dass Schiedsrichter Vinzenz Pfister die Gastgeber aus dem Münchener Süden bereits vor dem Spiel auf diese Tatsache hingewiesen hatte, nach Aussagen des Pullacher Trainers Carsten Teschke angeblich aber erklärte, die Spieler könnten trotzdem eingesetzt werden. „Sonst hätte ich sie ja nie aufgestellt“, so Teschke gegenüber dem Münchner Merkur. Auch in allen neun Spielen zuvor sei man nie auf den Fehler aufmerksam gemacht worden. Der SV Pullach setzte die Spieler gegen den TSV Landsberg ein, verliert jetzt die Punkte und muss auch noch eine Geldbuße zahlen. Den Lechstädtern kann das natürlich nur recht sein, wird so doch im Nachhinein der Fehlstart mit zwei Niederlagen zumindest teilweise korrigiert. Der TSV Landsberg liegt nun mit zehn Punkten nur einen Zähler hinter dem Spitzenduo Aichach und Augsburg. „Jetzt noch gegen Schwabmünchen punkten und dann Spitzenspiel gegen Aichach, das wär's doch“, so die Hoffnung von Spielertrainer Sven Kresin. Der SV Pullach kündigte übrigens an, umgehend Berufung gegen das Urteil des Sportgerichts einzulegen. Da aber offenbar unstrittig ist, dass der entsprechende Vermerk in den Spielerpässen stand, dürften die Aussichten, dass der TSV Landsberg die drei Punkte wieder verliert, eher gering sein.

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