Windpark: Das Für und Wider

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Auf etwa 2023 Hektar Fläche soll der Windpark der Gemeinden Fuchstal und Denklingen entstehen – das entsprechende Raumordnungsverfahren ist jüngst angelaufen.

Denklingen/Fuchstal – Die Planungen für den Windpark der Gemeinden Denklingen und Fuchstal gehen in die nächste Runde: Bis zum 2. Dezember können Betroffene ab sofort im sogenannten Raumordnungsverfahren Stellung zum Windpark nehmen.

Die Regierung von Oberbayern hat das Verfahren jetzt eingeleitet, um frühzeitig Konflikte der Planungen zu erkennen und Lösungen dafür zu finden. Dabei könnte vor allem die Bürgerinitiative „Wald-Windkraft-Wahnsinn“ Widerstand leisten.

Gemeinsam wollen die Gemeinden Fuchstal und Denklingen einen Windpark als GmbH und Co. KG betreiben und auch die Bürger können sich als Gesellschafter beteiligen. Auf rund 2023 Hektar Fläche planen die Gemeinden die Errichtung von etwa 50 Wind-ener­- gieanlagen im Denklinger Rotwald, der bislang forstwirtschaftlich genutzt wird. Die einzelnen Anlagen haben eine Gesamthöhe von rund 200 Metern. Zu diesem Antrag leitete jetzt die Regierung von Oberbayern als Landesplanungsbehörde das sogenannte Raum-ordnungsverfahren ein. Dabei haben von dem Projekt Betroffene, wie etwa weitere Kommunen, Behörden, Verbände und Energieversorgungsträger – aber auch Bürger die Gelegenheit, Stellung zu nehmen.

Ziel des Verfahrens sei, so erklärt ein Schreiben der Regierung, frühzeitig Nutzungskon-flikte des Projekts zu erkennen und Lösungswege zu finden. Zunächst hört die Regierung die Belange der Betroffenen an – dann werden die Fakten geprüft und bewertet. Die Regierung wägt damit die einzelnen Belange und Einwände gegeneinander ab und beendet das Verfahren mit einer „Landesplanerischen Beurteilung“. Zwar sei das Verfahren kein Genehmigungsverfahren, es sei aber in allen weiteren Abwägungs- und Ermessensentscheidungen zu berücksichtigen.

Zu den ersten, die Stellung zum geplanten Windpark beziehen werden, gehören wohl auch die Anhänger einer jüngst gegründeten Bürgerinitiative (siehe eigener Bericht). Unter dem Namen „Wald-Windkraft-Wahnsinn“ stellt sich die Gruppe um den Denklinger Gemeinderat Martin Steger und Christian Unsin klar gegen die gemeinsamen Pläne der Gemeinden. „Die sorgen derzeit für reichlich Wirbel“, meint Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg. Doch er und seine Denklinger Kollegin Viktoria Horber möchten in jedem Fall weiterhin an dem geplanten Projekt festhalten.

Janina Bauch

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