Größeres Angebot

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Die Offene Behindertenarbeit wird auch nach der Übernahme im Sozialzentrum St. Martin in der Lechstraße bleiben.

Landsberg/Holzhausen – Die Arbeit „passt da einfach besser hin“, meinte Pfarrer Detlev Möller zu dem Übergang der Offenen Hilfen an die Regens-Wagner-Stiftung zum Anfang des Jahres. Bisheriger Träger war das Landsberger Sozialzentrum St. Martin. Die Mitarbeiter, nicht dabei die Verwaltung, werden ihre Tätigkeit in den gewohnten Räumlichkeiten weiterhin ausführen können. Auch die Geschäftsstelle des Beirats für Menschen mit Behinderung bleibt in Landsberg.

Regens Wagner Holzhausen wurde vom Bezirk Oberbayern als neuer Träger der Offenen Behindertenarbeit (OBA) ausgewählt, wie Aufsichtsratvorsitzender des Sozialzentrums Manfred Rapp beim Pressegespräch berichtete. Zusätzlich erweitere die Institution mit ambulanten Diensten für Menschen mit Behinderung das Angebot. Dazu gehören Schul- begleitung, Assistenz am Arbeitsplatz und ambulant begleitetes Wohnen. Das war beim Sozialzentrum, das seit 1989 für die OBA verantwortlich war, bisher nicht möglich.

Rapp ist zudem froh über die Entscheidung, da Regens Wagner viel Erfahrung habe, hohes Ansehen genieße und durch die gleichbleibenden Örtlichkeiten eine Umgewöhnungsphase ausbleibe. Außerdem seien beide Einrichtungen beim Tarifverbund der Caritas, was die Übernahme der Mitarbeiter unproblematisch gestalte.

Die „regional eingebundenen engagierten und qualifizierten Mitarbeiter“ weiter beschäftigen zu können, sieht auch Geistlicher Direktor Rainer Remmele positiv. Für weitere Angebote werden aber noch zusätzliche Teilzeitkräfte eingestellt. Auch Ehrenamtliche seien wichtig für die Aufgabe.

Die Regens-Wagner-Stiftung will seit seiner Gründung „da sein, wo die Menschen sind“, so Remmele, was eine, wenn möglich, dezentrale, lokale Arbeit mit dem Ziel der selbstbestimmten Teilhabe und Inklusion bedeute. Die niedrigschwellige Assistenz und Unterstützung umfasst dabei trägerneutrale Beratung, die Organisation und Durchführung von Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsmaßnahmen, den Familienunterstützenden Dienst und die Einbindung in bestehende Netzwerke. Durch Öffentlichkeitsarbeit soll ein Bewusstsein für Inklusion geschaffen werden, denn diese sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so der Diplom-Sozialpädagoge Hans-Peter Bichler. Neben der Heilpädagogin Lisa Lachner ist er für die Offenen Hilfen zuständig. Deren Finanzierung erfolge nicht nur durch Eigenmittel des Trägers, sondern auch durch Zuschüsse des Bezirks Oberbayern und des Freistaats und Teilnehmerbeiträgen.

Das Sozialzentrum wolle sich, so Möller, nun wieder stärker auf seine ursprünglichen ambulanten Pflegebereich konzentrieren. Die beiden Institutionen werden aber stets kooperieren, wie Schwester Antonia Stegmiller betonte.

Judith Rietzl

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