Geböllert wird trotzdem

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Am Sonntag verabschiedete zweite Bürgermeisterin Doris Baumgartl die Landsberger Wies’n 2016 mit der Aussicht auf viel Sonne im kommenden Jahr.

Landsberg – Die Böllerschützen standen schon parat, um am Sonntag mit ihren Handböllern den großen Festumzug zur Landsberger Wies’n einzuleiten. Doch dann schüttete es wie aus Gießkannen – der Umzug, zu dem 33 Vereine und insgesamt 1300 Personen angemeldet waren, wurde kurzfristig abgesagt. „Ab ins Zelt“ hieß die Devise. Aber die Mitglieder des Schützengaus Landsberg ließen es sich nehmen: Mit mehreren ohrenbetäubenden Saluten lehrten sie dem Regen das Fürchten. Tatsächlich schien das zu funktionieren, und die Wies’n profitierte nochmal von einigen regenfreien Stunden.

Dennoch ist Veranstalter Edmund Diebold enttäuscht: „Für die Fahrgeschäfte war dieses Jahr nur der Freitag und Samstag des ersten Wochenendes gut. Sogar der Kindernachmittag am Donnerstag ist komplett ins Wasser gefallen.“ Insgesamt seien, so seine Schätzung, gerade mal knapp über 30.000 Besucher auf der Wies’n gewesen. Dennoch dankte er nochmals der Stadt für den Ausbau des Festplatzes, „sonst wären wir dieses Jahr im Schlamm versunken.“ Dabei seien die Voraussetzungen mit dem diesjährigen Festwirt gut gewesen. „Er hat das sehr gut gemacht und ist sehr umgänglich, auch den Anwohnern gegenüber. Da muss der Bass nicht immer voll aufgedreht bleiben.“ Diebold hofft auf nächstes Jahr, wo er wieder mit neuen Attraktionen die Besucher anlocken will.

Der Umzug fiel ins Wasser

Auch das Festzelt war am Kinder-Donnerstag so schlecht besucht, dass schon um neun Uhr Schluss war, obwohl Festwirt Roland Rachinger wieder mal eine hochkarätige Band bestellt hatte. „Das ist natürlich eine Katastrophe“, aber ansonsten sei er ganz zufrieden. „Trotz des Wetters war das Zelt gut besucht, vor allen an den Freitagen und Samstagen.“ An den Wochenenden dominierte die Jugend, vor allem am ersten Wochenende, an dem sämtliche Abiturienten zu feiern schienen. „Was ein bisschen fehlt, sind die Leute zwischen 40 und 60 Jahren“, urteilte eine der Bedienungen. Rachingers Resümee: Der Verkauf von Essen sei zwar nicht berauschend gewesen, aber mehr als erwartet. Und den Bierabsatz habe er im Vergleich zum letzten Jahr eindeutig gesteigert.

Zweite Bürgermeisterin Doris Baumgartl bedankte sich in ihrer Festrede für die Geduld und Toleranz der Anwohner, für die die Wies’n doch ab und zu eine Belastung sei. Dennoch gelte es die familiäre und gute Stimmung der Landsberger Wies’n hervorzuheben. Auch der Wirtsfamilie Rachinger dankte die Bürgermeisterin: „Sie haben erstklassige Bands geholt, ein schönes Festzelt und gutes Essen bereitgestellt – die Jugend liebt die Wies’n. Und das letzte Mal, dass es eine Maß für 7,80 Euro auf dem Oktoberfest gab, war 2007. Gerne nächstes Jahr wieder mit Ihnen.“ Auch für Diebolds langjährige Treue zeigte sich Baumgartl dankbar. Was das Wetter angehe, müsse man „es eben nehmen, wie es kommt. Freuen wir uns auf eine sonnige Wies’n 2017 mit Edi Diebold – Bleiben Sie uns treu.“

Der Trachtenverein „D Windachtaler“ Hofstetten gestaltete zusammen mit der Blaskapelle Hofstetten-Hagenheim noch einen zünftigen Bayerischen Abend, bevor die Wies’n mit einem leicht gekürzten Feuerwerk ausklang. Kaum zu glauben: Da regnete es nicht.

Susanne Greiner

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