Reise durch den Advent

Eine wundervolle Auswahl an Weihnachtsliedern aus dem 13. bis 17. Jahrhundert präsentierte „Trinità“ in der Johanniskirche.Von links: Claudia Raber, Petra Sofie Klossek und Sara Klein-Schild. Foto: Eckstein

Das Licht vieler kleiner Kerzen erhellt die Johanniskirche und lässt die kunstvollen Stuckarbeiten geheimnisvoll hervortreten. In diesem stimmungsvollen Rahmen ließ die Gesangsformation „Trinità“ gleichsam musikalische Schmuckstücke erklingen: die schönsten Weihnachts- und Adventslieder aus dem 13. bis 17. Jahrhundert.

„In dulci jubilo“ ist wohl das bekannteste der Stücke, die Claudia Raber, Petra Sofie Klossek und Sara Klein-Schild darboten, quasi der Höhepunkt und das Ziel der musikalischen Reise durch den Advent und die Jahrhunderte, die mit dem verheißungsvollen „Nun kommt der Heiden Heiland“ beginnt und über die Niederlande, Italien, Irland wieder zurück in die deutsche Renaissance führt. Wie die Triskele, die sie sich als Logo gewählt haben, bilden die drei Stimmen in ihrer Verschiedenheit der Stimmlage und -färbung die perfekte Einheit. Sie verweben sich, erheben sich in ihren Solopartien, greifen ineinander über und verschmelzen wieder. Die Sängerinnen verzichten nicht nur auf Begleitung, auch auf große Gestik oder Mimik, sogar auf Zwischenapplaus, lassen allein ihren Gesang wirken, dessen Fluss nur durch kleine Texte unterbrochen wird. Die Wirkung ist sehr pur, sehr eindringlich, meditativ mit einem ganz eigenen Zauber und ein willkommenen Kontrapunkt zu dem eher viel zu hektischen Vorweihnachtsrummel. In Rahmen des Konzerts präsentierte „Trinità“ auch ihre neue Weihnachts-CD „In dulci jubilo“, die unter anderem im Landsberger Kultur- und Fremdenverkehrsamt sowie im örtlichen Musik- und Buchhandel erhältlich ist; außerdem online auf www.trinita-landsberg.de. Dort gibt es natürlich auch weitere Informationen und Konzerttermine.

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