Auf der "Zielgeraden"

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Die Schule und die Politik: Rotts Bürgermeister Quirin Krötz (von links), Schulleiter Thomas Herbst, Konrektorin Eva-Maria Klein und Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg in der Mittelschule Fuchstal.

Fuchstal – Für den Rektor der Volksschule Fuchstal, Thomas Herbst, kommt der Übergang vom Schulverbund zum Schulverband Fuchstal/Rott einer „Herausforderung auf der Zielgeraden“ gleich. Diese Worte hat Bürgermeister Quirin Krötz aus Rott gewählt, als er sich gemeinsam mit seinem Kollegen Erwin Karg (Fuchstal), mit dem Rektor Thomas Herbst sowie dessen Stellvertreterin Eva-Maria Klein den Fragen der Presse stellte.

Das Wort von der „Zielgeraden“ beschreibt die Tatsache, dass Rektor Herbst die Leitung der Mittelschule Fuchstal/Rott mit 320 Burschen und Mädchen im letzten Jahr seines beruflichen Wirkens übernimmt. Herbst ist 2002 Leiter der Grundschule und Mittelschule im Fuchstal. Im Mai wird er 63 Jahre. Im Sommer 2017 wird er in den Ruhestand gehen.

Verband ab 1. August

Wie berichtet, schließen sich die sechs Gemeinden des bisherigen Schulverbandes Rott und die drei Gemeinden des bisherigen Schulverbandes Fuchstal künftig zusammen. Die Neuerung greift zum 1. August. Ab dann gibt es den Schulverband Fuchstal/Rott. Bisher war es „nur“ ein Verbund, in dem noch jede der beiden Mittelschulen einen eigenen Rektor hatte. Doch Tobias Pupeter, der erst im Herbst 2015 die Leitung der Volksschule Rott übernommen hat, wechselt heuer zum neuen Unterrichtsjahr an eine Grundschule in Weilheim.

Konrektorin Eva-Maria Klein (Fuchstal) weiß von besorgten Elternanrufen. Manche Väter und Mütter hätten Angst, dass die Schule in Rott ausgedünnt werde. Das bestätigt auch eine Mutter aus der Gemeinde Reichling im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bürgermeister Quirin Krötz erklärt, dass ab September 2016 wohl sechs oder sieben Klassen unterrichtet würden. An der Volksschule Rott gebe es 15 Klassenzimmer. Freilich bestätigt der Rathauschef auch, dass es „keine Mindestvereinbarung“ für Rott gebe. Vieles müsse sich erst noch einspielen. Krötz: „Wir werden noch viele Problemchen zu besprechen haben.“ Für Rektor Thomas Herbst steht fest, dass die Abschlussklassen in Fuchstal unterrichtet werden und es dort eine gemeinsame Absolventenfeier geben wird. Sowohl die Neuntklässler, die den Quali machen, als auch die Zehntklässler des M-Zuges werde man in Fuchstal konzentrieren. Man werde zudem ein Augenmerk darauf legen, dass Kinder aus Ortschaften wie Rott, Apfeldorf oder Ludenhausen im neuen Schulverband bleiben und nicht – wie es bisher vereinzelt der Fall ist – als Gastschüler nach Dießen gefahren werden.

Schulküche nutzen

Was in Rott intensiviert werden soll, ist der Fachunterricht. Mit Blick auf die vorhandenen Räume, vor allem auf die gut ausgestattete Schulküche meint Herbst: „Da wären wir dumm, wenn wir sie nicht nutzen würden.“ Herbst selbst kann sich vorstellen, selbst an einem Tag pro Woche in Rott zu sein und dort evtl. Unterricht zu geben. Für die Schule in Rott wolle er aus der Lehrerschaft einen „Außenstellenleiter“ benennen. Das Sekretariat wird freilich in Fuchstal sein. Krankmeldungen müssten künftig dorthin geschickt werden.

Bürgermeister Krötz sieht den Schulverband als „positiven Schritt in die Zukunft“ und als Beitrag zur „Standortsicherung“. Auf diese Weise könne eine Mittelschule im Südwesten des Landkreises Landsberg erhalten werden. Der Fuchstaler Bürgermeister Erwin Karg glaubt, dass der Blick über den Tellerrand zunehme. Jugendliche diesseits und jenseits des Lechs würden sich kennenlernen und austauschen. Zum Schulverband gehören künftig die Gemeinden Kinsau, Apfeldorf, Reichling, Rott, Thaining, Vilgertshofen, Denklingen, Fuchstal und Unterdießen.

Johannes Jais

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