Von der Renaissance bis zur Gegenwart

Musik in der Kirche und für die Kirche: (von links nach rechts) Ralf-P. Hazebrouck, Erik Müller, Pfarrer Detlev Möller, Cornelia Meyer und Nathalie Robinson. Foto: Eckstein

„Do ut des – Ich gebe, damit Du gibst“. Unter diesem Motto veranstaltet der evangelische Stadtpfarrer Detlev Möller im Februar eine Reihe mit Benefizkonzerten zugunsten der Innenrenovierung der fast 100 Jahre alten Christuskirche (der KREISBOTE berichtete). An zwei Wochenenden finden insgesamt sechs Konzerte verschiedenster Stilrichtungen statt.

Rund 200000 Euro fehlen der Kirchengemeinde noch im Renovierungsfonds. Ausgehend von den vier Jahren bis zum 100-jährigen Jubiläum und 7000 Gemeindemitgliedern wären das sieben Euro pro Jahr und Kopf, rechnet Pfarrer Möller vor. Daher hat er die „10-Euro-Aktion“ initiiert, bei dem Interessierte zehn Euro spenden können, aber dafür einen Gegenwert erhalten. Im Januar konnte man sich dafür auf dem Plakat mit der Jahreslosung als Sponsor verewigen, im Februar werden sechs Benefizkonzerte veranstaltet – Eintrittspreis natürlich 10 Euro. „Wir möchten, dass die Leute auch etwas zurückbekommen, wenn es auch etwas Ideelles ist“, betont Pfarrer Möller. Und so freut es ihn besonders, dass sich mehrere Musiker, die schon länger mit der Gemeinde verbunden sind, bereit sind, ohne Gage aufzutreten, so dass der komplette Erlös in den Renovierungsfonds fließen kann. Dabei ist ein sehr bunt gemischtes Programm entstanden, bei dem nahezu für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist: Original New Orleans-Jazz mit der „12th Street Jazz Connection“, klassische Werke von Bach, Corelli und Mozart, dargeboten von Organistin Cornelia Meyer und befreundeten Musikern, die Kinder- und Musicalchöre von Nathalie Robinson singen die „wahre“ Entstehungsgeschichte der Christus­- kirche. Ein „bunt gemischtes Hörerlebnis“ verspricht Nathalie Robinson auch für das Konzert ihres Blockflötenquartetts „Ka­- danza“, bei dem barocke und zeitgenössische Musik erklingen wird. Jeanette Höfer präsentiert „Heitere und beswingte Musik“ für Saxophon- und Klarinettenquartett, Bläserquartett und Gesang mit Schülern und professionellen Musikern. Einen großen zeitlichen Bogen spannt auch Erik Müller, der mit seinen Kollegen Phillip Rospleszcz und Rainer Kannacher das „LL-Gitarren-Trio“ anlässlich dieses Konzerts aus der Taufe gehoben hat: „Es ist ein große Reiz, mal wieder ein rein akustisches Konzert zu spielen“, erklärt Müller. Auf dem Programm stehen Werke aus der Renaissance von John Dowland, einem Komponisten, „der es wert ist, mehr gehört zu werden“, wie Müller erklärt. Außerdem Stücke von Vivaldi, Musik aus Südamerika und Jazz, je nach Spezialgebiet der einzelnen Musiker. Musik ist ein Geschenk Pfarrer Möller zeigt sich besonders beeindruckt, wie intensiv und mit welcher Begeisterung sich die Musiker auf diese Konzerte vorbereiten: „Es ist förmlich zu spüren, wie mitgefühlt und mitgedacht wurde“. Und so geraten auch die Musiker ins Schwärmen. „Es ist eine tolle Gelegenheit, mal wieder konzertant zu spielen“, erzählt Ralf-P. Hazebrouck, der mit seiner „12th Street Jazz Connection“ in der Christuskirche schon das 25-jährige Bandjubiläum gefeiert hat. „Es ist die Vielfalt, die den Reiz dieser Konzerte ausmacht“, fasst Pfarrer Möller zusammen. „Musik ist ein Geschenk, sie inspiriert.“ 6 Benefizkonzerte • 18. Februar, 20 Uhr: Jeanette Höfer mit Freunden und Schülern; • 19. Februar, 20 Uhr: 12th Street Jazz Connection; • 20. Februar, 18 Uhr: Nathalie Robinson und ihre Musicalkinder; • 25. Februar, 20 Uhr: Blockflötenquartett „Kadanza“ • 26. Februar, 20 Uhr: „LL-Gitarren-Trio“, Erik Müller, Phillip Rospleszcz, Rainer Kannacher; • 27. Februar, 18 Uhr: Cornelia Meyer und Freunde. Alle Konzerte finden in der Ev. Christuskirche statt. Karten sind ab sofort im Pfarramt in der Von-Kühlmann-Straße erhältlich.

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