Repräsentative Zentrale

Von außen weisen nur die ehemals zugemauerten Torbögen sowie die neue Dach- und Fensterkonstruktion auf die Neugestaltung des ehemaligen Ziegelstadls hin. Fotos: Peters

Noch rumort es auf der Baustelle auf dem Bauhofgelände im Landsberger Osten. Im Außenbereich des alten Ziegelstadls begradigt ein Bagger kleinere Unebenheiten, im Inneren des Gebäudes legen Arbeiter letzte Hand an. Die Zeit drängt: Schon Ende Juli wollen die ersten Mitarbeiter der Stadtwerke Landsberg mit dem Umzug in ihre neuen Büros im kernsanierten Stadl beginnen. Spätestens Ende August soll auch die neue Geschäftsstelle des Kommunalunternehmens ihre Pforten öffnen.

Fast genau ein Jahr wird es dann her sein, dass die Sanierungsarbeiten am baufälligen Ziegelstadl begannen. Fragen zum Denkmalschutz des alten Gebäudes, das bis dahin vom Bauhof als Lager genutzt worden war, hatten den Beginn damals verzögert. So habe das Landesamt für Denkmalschutz etwa darauf bestanden, dass der alte Dachstuhl erhalten bleibe, erklärt Stadtwerke-Vorstand Norbert Köhler. Es sollte nicht die einzige Überraschung bleiben, die den Zeitplan durcheinander brachte. Im Boden des Ziegelstadls stießen die Arbeiter auf Altlasten, welche mühsam entfernt werden mussten. Ein Feuer, bei dem der Stadl einst bis auf die Ziegelmauern niedergebrannt war, hatte zudem den Mörtel in den Fugen brüchig werden lassen. „Wir mussten den Rest mühsam herauskratzen und neu verfugen“, erläutert Köhler. Dadurch habe man nicht rechtzeitig vor dem Winter die neuen Fenstereinlässe mauern können. Spätestens da musste der Vorstand von seinem ursprünglichen Plan, die neue Geschäftstelle bereits im Mai zu eröffnen, Abstand nehmen. „Das war natürlich von Anfang an sehr optimistisch gerechnet“, sagt Köhler, die Verzögerung um zwei Monate daher kein Beinbruch. Vor allem, da sie keine negativen Auswirkungen auf das Budget hat. Auf 2,5 Millionen Euro hatten die Stadtwerke ursprünglich die Kosten für das Bauprojekt geschätzt. „Derzeit gehen wir von einer Gesamtsumme von 2,2 Millionen aus“, erklärt Köhler zufrieden. Wie beeindruckend der Bau sein wird, wenn er in wenigen Wochen erstmals offiziell seine Tore öffnet, lässt sich schon jetzt bei einem Rundgang über die Baustelle erahnen. Überall haben die Architekten versucht, den Charme des historischen Gebäudes zu erhalten. Viel Licht fällt durch die einst zugemauerten Torbögen im Erdgeschoss, hinter denen sich das in einer Glaskonstruktion eingebettete Kundencenter befindet. Auch die 14 Büros im ersten Stock sowie der Sitzungssaal wirken hell und freundlich. Für Köhler ist die Sanierung hingegen fast schon zu gut gelungen. „Um keinen Neid aufkommen zu lassen, werden wir wohl an der Inneneinrichtung sparen müssen“, sagt er augenzwinkernd.

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