Schluss mit dem Mülltourismus!

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Restmüll aus dem Landkreis Landsberg wird ab Juni kommenden Jahres in der Abfallverwertungsanlage Augsburg verbrannt.

Landsberg – Das Ende des Mülltourismus’ ist besiegelt: Ab Mitte kommenden Jahres wird Restmüll aus dem Landkreis nicht mehr im oberfränkischen Coburg, sondern in Augsburg verbrannt. Nach einer vorausgegangenen Ausschreibung ermächtigte der Kreisausschuss nun Landrat Thomas Eichinger einen Vertrag mit zehnjähriger Laufzeit abzuschließen.

Über den in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschluss informierte Eichinger in der vergangenen Woche im Kreisausschuss. Danach sprach sich das Gremium dafür aus, die Entsorgung des Restmülls aus dem Landkreis – rund 13000 Tonnen jährlich – an die Abfallverwertung Augsburg (AVA) zu vergeben – für knapp 1,4 Millionen Euro pro Jahr, so das Ergebnis der Ausschreibung. Der Transport in die Fuggerstadt ist inbegriffen. 

Gerade der lange Transportweg in das rund 330 Kilometer entfernte Müllheizwerk Coburg war in der Vergangenheit immer wieder auf Kritik gestoßen. Der dortige Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken (ZAW) hatte vor zehn Jahren das günstigste Angebot abgegeben und bekam den Zuschlag. Seither wird der im Landkreis gesammelte Restmüll im Abfallwirtschaftszentrum in Hofstetten auf Last­wagen umgeladen und nach Coburg gefahren. Damit ist ab 1. Juni nächsten Jahres Schluss – zumindest bis 31. Mai 2025. So lange läuft der Vertrag mit der AVA.

Ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung vergab der Kreisausschuss noch die Dienstleistungen für den Betrieb des Abfallwirtschaftszentrums Hofstetten an eine Türkheimer Firma – zunächst für ein Jahr und zum Preis von 208148 Euro.

Toni Schwaiger

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