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Caritas feiert Richtfest

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An der Kommerzienrat-Winklhofer-Straße 3 entsteht ein imposanter Neubau.

Landsberg – Ein Drittel des neuen Seniorenzentrums Heilig-Geist-Spital auf dem Areal der ehemaligen Stadtgärtnerei ist jetzt fertig: Der dreistöckige Rohbau samt Kapelle und späterer Caféteria steht. „Drei Häuser, passgenau in Form und Gestalt, wohl gelungen, ein Kunstwerk halt.“ So eine Zeile des Richtspruchs, den Simon Hirschberger und Daniel Gatzen von der Zimmerei Vogl aus Dießen ausbrachten. „Wer namentlich, i weiß net g‘wiß, als Bauherr anzusprechen is“, lautete eine andere Zeile. Bauherr ist der Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V., Träger die CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH, die bereits seit April das Heilig-Geist-Spital im alten Gebäude betreibt.

Im neuen Gebäude werden ab Frühjahr kommenden Jahres 117 Plätze in kleinen Wohneinheiten für Senioren zur Verfügung stehen. Das alte Gebäude kann die Brandschutzanforderungen nicht mehr erfüllen. Zunächst hatten archäologische Ausgrabungen den Baubeginn verschoben, sodass erst im September letzten Jahres begonnen werden konnte. Seither laufe aber alles nach Plan, sagt Architekt Michael Speer Architekturbüro Element A: „Die Rohbauarbeiten werden noch im Juli von der Firma Lutzenberger fertiggestellt, die Fassadenarbeiten sind bis Ende des Jahres abgeschlossen.“ Architekt Christian Taufenbach ist vom Lutzenberger Beton begeistert: „Das ist allerfeinste Qualität, Beton der Champions League.“

Die Zimmerer Daniel Gatzen (links) und Simon Hirschberger der Zimmerei Vogl brachten stolz den Richtspruch auf das neue Seniorenzentrum des Heilig-Geist-Spitals aus.

Oberbürgermeister Mathias Neuner war ebenso vom Rohbau angetan: „Endlich darf ich mal wieder in einem Rohbau stehen.“ Er dankte der Caritas, die bauen lasse und auch zahle. Auch die Handwerker seien allesamt zufrieden: „Es gab wohl immer wieder mal ein paar Blessuren, aber nichts, was wirklich zu beklagen wäre.“ Insbesondere wolle er den Architekten danken, die das lange Verfahren im Vorfeld mitgemacht hätten. Und so wünsche er „weiterhin eine kostengenaue Punktlandung.“ Der finanzielle Rahmen, der bisher eingehalten wird, liegt bei 13,3 Millionen Euro.

Geschäftsführer der Bauunternehmung Steffen Lutzenberger nannte weitere Zahlen: Insgesamt seien 5000 Kubikmeter Erde verschoben sowie 3500 m³ Beton und 400 Tonnen Stahl verbaut worden. „Bei einem Sturm wurde ein fertig gemauerter Wandabschnitt umgelegt“, doch ansonsten habe es keinerlei Probleme gegeben. Taufenbach freut sich jetzt schon auf die Haussegnung – so sehr, dass er gleich die „Bauhandwerker Polka“ von Johann Strauß anstimmte: „Und so preisen wir lieber, anstatt des Architekten, die die Dächer decken.“

Nette Nachbarn

Am Richtfestbaum waren Zettel mit Wünschen der zukünftigen Bewohner angehängt: „Nette Nachbarn“, war da zu lesen, oder auch „gemütliche und farbenfrohe Zimmer“. Einer war „wunschlos glücklich“. Ein anderer wünschte sich „ab und zu mal ein gutes Glas Bier.“

Domkapitular Dr. Andreas Magg, Diözesan-Caritasdirektor, zitierte Schillers Glocke: „Von der Stirne heiß, Rinnen muss der Schweiß, soll das Werk den Meister loben, doch der Segen kommt von oben.“ Wenn er den Schweiß der vorherigen Wochen bedenke, so komme eindeutig reicher Segen von oben. „Es floss der Schweiß bei Sonnenglut, gelobt sei Gott, es floss kein Blut“ – so drückten es die Zimmerer aus.

Als Simon Hirschberger zum Abschluss des Richtspruchs das fünfte Glas Wein in einem Zug geleert hatte und an die Wand warf, zerschellte es zum Glück in unzählige Scherben. Denn: „Mögen alle Scherbensplitter, das Bauwerk schützen vor Gewitter, und vor allem Unheil noch.“

Susanne Greiner

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