Riverkings im Derby stark

Derbies haben ihre eigenen Gesetze. Diese schmerzliche Erfahrung hat zum zweiten Mal in dieser Eishockey-Bezirksligasaison die SG Denklingen/ EVL 2000 1b machen müssen. Nachdem bereits das Hinspiel gegen den HC Landsberg mit 7:1 flöten ging, kam es jetzt beim Rückspiel noch schlimmer. Mit 9:1 fegten die Riverkings die Lechrainer aus der Landsberger Eishalle.

Bereits vor dem Spiel bekamen die Denklinger die erste Hiobs­botschaft. Der ehemalige Erstliga-Spieler Helmut Kößl sagte kurzfristig ab. Die zweite kalte Dusche kam bereits zwölf Sekunden nach Spielbeginn. Quasi mit dem ersten Angriff traf Michael Hess zur HCL-Führung. Nach zehn Minuten gab es die zweite kalte Dusche für Denklingen. Erst machte Alexander Endres das 2:0, dann musste Werner Kößl verletzt ausscheiden. „Wir haben danach zwar schön mitgespielt, aber zwingend war das nicht“, meinte Trainer Georg von der Saal. Immerhin konnte sein Team den knappen Rückstand bis zur 26. Minute halten. Danach ging es aber Schlag auf Schlag. Christoph Hicks (26./37.) und Davide Conti (35./40.) machten mit den Toren drei bis sechs frühzeitig alles klar. Erst Anfang des letzten Spielabschnitts stemmten sich die Denklinger noch einmal gegen die sichere Niederlage. Markus Kiening passte bei einem der wenigen guten Angriffe von hinten in die Mitte und Philip Gerstlauer besorgte mit einem Direktschuss das 1:6 (43.). Allerdings ließen sich die Riverkings die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und legten noch einmal nach. Erst besorgte Christoph Hicks mit seinem dritten Tor an diesem Abend das 1:7 (45.), dann durfte Ephraim Spring jubeln. Mit einem blitzsauberen Konter in Unterzahl machte er seinen ersten Saisontreffer für den HCL (53.). 24 Sekunden vor dem Ende traf Neuzugang Fabian Germain – er kam kurzfristig aus Senden – zum 1:9-Endstand. "Das war Eishockey, so wie wir uns das vorstellen", freute sich hinterher Verteidiger Markus Haschka. Denklingens Kapitän wurde sogar noch ein bisschen deutlicher: „Wir hatten einfach keine Chance.“ Im selben Stil schien es für den HCL tags darauf dann auch bei den „Woodstocks“ in Augsburg weiterzugehen. Die Riverkings dominierten nach Belieben und führten nach den ersten 20 Minuten durch Treffer von Speckamp (6.), Hess (12./16.) und Endres (17.) mit 0:4. Danach war irgendwie die Luft raus. Die Landsberger dominierten ohne Torerfolg weiter. Vielmehr gelang dem krassen Außenseiter gut drei Minuten vor dem Ende mit einem Schuss aufs kurze Eck von Markus Zeller der 1:4-Endstand. Keine Schützenhilfe Die SG Denklingen musste auf der anderen Seite noch einmal am zweiten Weihnachtsfeiertag antreten. Mit einem Sieg gegen den EV Bad Wörishofen hätte man dem Nachbarn aus Landsberg sogar Schützenhilfe um Platz 1 leisten können. Anfangs sah es für die Lechrainer gar nicht so schlecht aus. Zwar waren die Hausherren anfangs überlegen, Denklingen hielt aber mächtig dagegen. Erst 63 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels konnte Dominik Specht den starken Christian Merkle im SG-Tor zum ersten Mal überwinden. Die Truppe von Georg von der Saal blieb aber am Ball, kämpfte zurück und Kapitän Markus Weiss gelang nach feiner Einzelleistung und einem Schlagschuss sogar der 1:1-Ausgleich (28.). Danach kamen die Kurstädter immer mehr in Schwierigkeiten und konnten von Glück reden, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Rückenwind bekamen die Wörishofener wieder, als die Referees in die Partie eingriffen. Erst musste Helmut Kößl nach einem harmlosen Gerangel mit einer Spieldauerstrafe vom Eis, noch in der selben Minute kassierte Christian Reuter für einen harmlosen Check zehn Minuten. Zwar überstanden die Denklinger diese Phase, doch wieder kurz vor Schluss gelang dem EVW durch Oliver Glöckner (39.) die erneute Führung. Als dann noch Christian Augst das 3:1 (42.) machte, war die Partie entschieden. Innerhalb von 110 Sekunden machten die Hausherren dann alles klar: Glöckner (49./51.) und Fröhlich (50.) stellten auf 6:1. Daniel Huber sorgte in der Schlussphase noch für Ergebniskosmetik auf Seiten der Lechrainer, als er hinter dem Tor stehend einen Mitspieler anschoss und von dort die Scheibe über die Torlinie trudelte. Sein Bruder Philip musste zuvor noch nach der zweiten Disziplinarstrafe ebenfalls vom Eis. Insgesamt verteilten die Schiedsrichter sage und schreibe 135 Strafminuten. "Nicht chancenlos" „Ich sehe uns da fürs Rückspiel nicht chancenlos“, meinte von der Saal. Das dürfte vor allem den HC Landsberg freuen, der im Kampf um den Aufstieg darauf hoffen muss, dass die Wörishofener noch einmal verlieren. Das nächste Spiel bestreitet die SG Denklingen am 8. Januar zuhause gegen den ESV Buchloe 1b, der HCL muss zwei Tage später zum EC Oberstdorf ran.

Meistgelesene Artikel

Ein Kreisverkehr ist out

Kaufering – Pendler, die morgens zur Hauptverkehrszeit auf der alten B17 in Richtung Landsberg unterwegs sind, kennen das Problem zur Genüge. Wenn …
Ein Kreisverkehr ist out

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Kommentare