"Riverkings" rüsten auf

Eine anonyme E-Mail an die Eishockey-News in Straubing beschäftigt derzeit die Verantwortlichen beim EV Landsberg 2000. Darin hatte es geheißen, dass Vize Franz Fischer zurückgetreten sei und der Club kurz vor der Insolvenz stehe. Während sich Fischers Rückzug als wahr herausstellte, scheint an der Pleite-Story im Moment nichts dran zu sein.

Trotzdem will man beim EVL die Geschichte nicht auf sich beruhen lassen. „Wir lassen derzeit polizeilich prüfen, wer dieses anonyme Schriftstück an die Eishockeynews geschickt hat“, gibt sich Vereinschefin Karin Federl kämpferisch. Und spürbar genervt erklärte sie: „Es kann doch nicht sein, dass Menschen für diesen Verein arbeiten und ihre Zeit opfern und andere nach Lust und Laune Intrigen spinnen.“ Über Vermutungen, von wem die anonyme Mail stammen könnte, hält man sich freilich zurück. Mittlerweile soll sogar eine zweite anonyme Mail bei den Eishockey-News eingegangen sein. Darin wird behauptet, dass EVLSchatzmeister Stephan Spingler die Brocken hingeworfen habe. Allerdings entspricht auch dies aktuell nicht den Tatsachen. Fakt hingegen ist laut Vereinsführung, dass die Nörenberg-Zwillinge weiter für den EVL aufs Eis gehen werden. Verteidiger Dominik und Stürmer Daniel unterschrieben einen Vertrag für die kommende Saison. Beide absolvieren nebenher noch ein Medizin-Studium in der Landeshauptstadt. HCL holt Topias Dollhofer Auch Stadtrivale HC Landsberg bastelt weiter an seinem Team für die neue Saison. So gab der Verein jetzt bekannt, dass Topias Dollhofer die Mannschaft der „Riverkings“ trainieren wird. Der 27-Jährige kommt vom ESV Kaufbeuren, wo er als Co-Trainer bei den Junioren Deutscher Meister wurde. Auf den dort erworbenen Lorbeeren wollte er sich aber jetzt nicht mehr ausruhen. „Es ist nicht schlecht, wenn man am Höhepunkt was anderes macht“, erklärt Dollhofer. „Außerdem kenne ich die Jungs vom HCL bereits lange und gut, das hat den Wechsel leicht gemacht.“ Als „Bierzelt-Truppe“ will er sich aber in der Bezirksliga nicht verkaufen. „Klar, in erster Linie wollen wir Spaß haben, aber ein gewisser Ernst muss da schon rein – und am meisten Spaß macht es eh, wenn wir alle Spiele gewinnen.“ Heißt auf gut deutsch: Topias Dollhofer will gleich ganz nach oben durchstarten. „Ob die Ziele realistisch sind, wird sich dann zeigen, aber wir wollen alle in die selbe Richtung.“ Sollte dann aber doch das ein oder andere Spiel verloren gehen, dann können die HCL-Spieler nicht davon ausgehen, dass ihr Chefcoach freudestrahlend durch die Gegend läuft. „Nein, ich will immer jedes Spiel gewinnen und kann überhaupt nicht verlieren“, sagt der 27-Jährige, „das war als Spieler schon so und als Trainer noch viel mehr.“ Dementsprechend gut vorbereitet will Dollhofer mit seiner Truppe in die neue Saison starten. „Sobald es in Landsberg Eis gibt, werden wir drauf trainieren.“ Für das Sommertraining ist dann noch ein Fitnesscoach aktiviert. Das „p“ im Vornamen sei übrigens kein Schreibfehler, betont Dollhofer. „Meine Mutter kommt aus Finnland, da schreibt man das so.“ Ob demnächst aber ein Finne in das Trikot der „Riverkings“ schlüpfen wird, ist mehr als fraglich.

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