Lückenschluss bei Leitung

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Kostbares Nass aus dem Wasserhahn. Dafür bleiben die Preise in der Gemeinde Denklingen konstant.

Denklingen/Epfach – Auf dem langen Tisch im Denklinger Sitzungssaal standen wie immer kleine Flaschen mit Wasser und Saft. Die Versorgung war – wie immer – gewährleistet, damit keiner Durst leidet. Das Thema Wasser bildete bei der letzten Zusammenkunft der Räte ein bestimmendes Thema – in mehrerlei Hinsicht.

Da wurde zum einen beschlossen, bei der Wasserleitung in der Römerau – südwestlich von Epfach gelegen – den Lückenschluss zu vollziehen. Für die knapp 700 Meter lange Trasse zwischen den Anwesen Römerau 1 und Römerau 3 investiert die Gemeinde heuer 76.000 Euro.

Bürgermeister Michael Kießling führte mit den Worten ins Thema ein, dass mit der Maßnahme im Ernstfall auch die Versorgung mit Löschwasser gewährleistet sei. Planer Wolfgang Buchner aus Dießen erläuterte, mit dem Lückenschluss werde die Stagnation in der Leitung der Vergangenheit angehören. Bisher gibt es nur eine Stichleitung zur Römerau. „Die Situation wird sich gravierend ändernd“, sagte der Referent vom Ingenieurbüro aus Dießen.

Wasser und Kanal

Das Gefälle sei dort mit nur 0,5 Promille sehr flach, ergänzte Buchner beim Vortrag im Gemeinderat. Deswegen verzichte man beim Verlegen auf das Pflugverfahren, das zwar billiger käme, aber keine exakte Verlegung mit minimalem Gefälle ermögliche. Zum Einsatz käme eine so genannte Erdrakete, um unter der Straße durchzustoßen. Asphaltdecken müssten nicht aufgerissen werden. Die Bauarbeiten werden sich über drei Wochen erstrecken.

Ein weiteres Thema waren im Gemeinderat die Gebühren für Wasser und Kanal. Die bleiben konstant und werden nicht gesenkt, wenngleich die Gemeinde zuletzt einen Überschuss (46.000 Euro im Jahr 2015 beim Wasser und 39.000 Euro beim Kanal) erzielte. Begründet wird die Beibehaltung mit bevorstehenden Investitionen wie einem neuen Brunnen für die Denklinger und Epfacher Wasserversorgung.

Der Kubikmeter Wasser kostet die Verbraucher in der Gemeinde Denklingen 1,15 Euro, beim Kanal sind es 1,25 Euro je eingeleitetem Kubikmeter Abwasser. Für die Kostendeckung wäre jeweils ein niedriger Betrag ausreichend, nämlich 73 Cent beim Wasser und 88 Cent beim Kanal. Obwohl Dienhausen aus einem eigenen Brunnen bezieht, darf diese Ortschaft bei der Wasserpreiskalkulation rechtlich nicht getrennt betrachtet werden.

Nach der Bohrung

Bei der Suche nach einer neuen Quelle für die Denklinger und Epfacher Wasserversorgung ist die Gemeinde erfolgreich gewesen. Drei Bohrungen gab es: zwei im Staatsforst südlich der Straße von Dienhausen nach Osterzell, eine im Heutal westlich des Dienhauser Weihers, die aber im Vergleich zu den anderen beiden wenig ergiebig war, wie Bürgermeister Kießling auf Nachfrage bestätigt. Aktuell wird das Wasser aus den Probebohrungen im Labor analysiert.

Johannes Jais

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