Herbergssuche läuft noch

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Im Vordergrund, etwa am Zaun entlang, könnte der Anbau für die Krippe am Rotter Kindergarten realisiert werden.

Rott – Reichling hat eine, in Apfeldorf soll’s eine geben, und jetzt denkt man auch in Rott über den Bau einer Kinderkrippe nach. „Vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, dass das nötig ist. Inzwischen bin ich von der Notwendigkeit überzeugt,“ meinte Bürgermeister Quirin Krötz.

Architekt Robert Schenk stellte dem Gemeinderat erste Entwürfe vor, die einen Anbau auf der Westseite in L-Form vorsieht. Die Kostenschätzungen liegen bei etwa 430000 Euro. „Ich habe ein einfaches Gebäude konzipiert, eine kostengünstige Lösung, die innerhalb dieses Kostenrahmens bleibt“, erläuterte Schenk. Bei einer Förderung von 70 bis 75 Prozent bliebe für die Gemeinde ein Anteil von rund 100000 Euro.

In dem eingeschossigen Anbau mit rund 130 bis 140 Quadratmeter Grundfläche sollen 15 Krippenplätze geschaffen werden. Vorgesehen ist unter anderem ein Gruppenraum mit Kochmöglichkeit, der knapp die Hälfte der Fläche einnimmt. Dazu kommen ein Sanitär- und ein Schlafraum mit Stockbetten. „Die haben wir beispielsweise auch in Lengenfeld kon­zipiert und die werden sehr gut angenommen“, führte Schenk zu letzterem aus.

Die Raumplanung wurde von den Gemeinderäten durchwegs auch gut geheißen. Diskussionen entstanden über den Eingangsbereich, der eine Rampe notwendig macht und über den grundsätzlichen Standort, der einen Teil der Gartenanlage des Kindergartens wegnehmen würde. „Der Garten wird dadurch auch noch beschattet“, kritisierte Stephan Rupp, der stattdessen eine Anbaulösung im Norden ins Spiel brachte. „Die Westseite in Richtung Friedhof habe ich auch geprüft, aber wieder verworfen“, warb Schenk für seinen Vorschlag. „Eine Verlegung der Gräber steht auch nicht zur Disposition“, ergänzte Krötz mit Blick auf diesbezügliche Überlegungen.

Weitgehend einig war man sich im Rat darüber, das Projekt nicht im Schnelldurchgang durchzuziehen, um noch in diesen Jahr fertig zu werden. „Wir müssen dann alles zügig entscheiden und es wird vermutlich deutlich teurer“, erklärte Schenk. Als Fertigstellungstermin soll stattdessen Mitte 2014 angepeilt werden, sofern die staatliche Förderung dann auch noch greift.

Mit 9:1 Stimmen entschied sich der Gemeinderat letztlich für einen Krippenbau, wobei noch offen ist wie und wo gebaut wird. In der nächsten Sitzung soll über die Nordvari­- ante, zu der Rupp dann einen Vorschlag machen will, gesprochen werden.

Roland Halmel

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