Fremde Klangwelten

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Die Gruppe „Dreaming crann log“ schloss sich der Mitgliederversammlung im Malura Museum in Oberdießen an und entführten in eine fremde Klangwelt.

Oberdießen – Ein zu Ende gehendes Jahr ist immer Anlass für einen Rückblick. In der Mitgliederversammlung des Freundeskreis Oswald Malura Museum in Oberdießen dokumentierte die Vorsitzende Monika Groner mit vielen Bildern die erfolgreichen, vielseitigen Veranstaltungen und ließ so das Jahr noch einmal informativ und unterhaltsam Revue passieren.

Begonnen hatte es im Februar mit einem umjubelten Konzert der Teufelsgeigerin Ilona Cudek, Konzertmeisterin an der Zweiten Violine bei den Münchner Philharmonikern, zusammen mit dem kongenialen Enrique Ugarte (Akkordeon). Hochkarätig besetzt war dann eine Liedermatinee im April mit Florian Prey, dem Sohn des berühmten Hermann Prey. Er sang Schubertlieder, am Flügel begleitet von Birgitta Eila.

Im Juni folgte dann im Rahmen der Inklusionstage des Landkreises Landsberg ein „Abend zwischen Comedy, Kabarett und Theater“, eindrucksvoll und sehr nachdenkenswert gestaltet von Susanne Plaßmann, Manuel Dengler und Maximilian Dorner zum Thema Ausgrenzung.

Lesungen und Gespräche über Kunst setzen einen neuen Schwerpunkt in den Aktivitäten des Freundeskreises. Begonnen hat diese Reihe im September mit einem Gespräch zwischen Christian Burchard, Kunsthistoriker, und dem Bildhauer Josef Lang zum Thema „Jeder sieht in meinem Werk was er will – das ist die Freiheit der Kunst“. Texte von Stefan Zweig und Ray Bradbury zum Thema Kreativität – Kunst folgten im November in einer Lesung mit Schauspieler und Sprecher Christian Hoening, der musikalisch von Robert Eiler (Didgeridoo) und Oskar Imhof (Harp) begleitet wurde. Auch diese beiden Veranstaltungen fanden eine große und begeisterte Zuhörerschaft.

Ein Raku-Workshop für Erwachsene im Mai, die traditionelle Kunstwerkstatt für Kinder und Jugendliche im August und erneut ein begeisternder Trommelworkshop mit dem Senegalesen Aboubakrine Pape Kane brachten viel Leben in das inzwischen weithin bekannte Malura Museum. Erfreulich war auch, dass bei diesen Veranstaltungen Flüchtlinge aus der Umgebung integriert werden konnten.

Vorsitzende Monika Groner berichtete anschließend über die umfangreichen Investitionen für das Museum und erläuterte die geplanten für das kommende Jahr. Dringend notwendig sei eine umfangreiche, kostenintensive Restaurierung der Außenfassade, die deutliche Spuren von Nässe und Schimmel erkennen lässt. Dafür müssten auch Sponsoren gefunden werden. Nach einem Bericht über die Kasse, wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet und wird nun ein weiteres Jahr die Geschicke des Malura Museums prägend mitgestalten.

Nach diesem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung begann die Gruppe „Dreaming crann log“, was soviel wie „Träumende Hohlbäume“ heißt, ihr Konzert. Unter ihrem Leiter und Begründer der Gruppe, Armin Eckl, ließen die fünf Musiker eine erstaunliche und mitreißende Musik entstehen. Vier afrikanische Trommeln, drei Digeridoos, Cachon, Rhythmusinstrumente, eine Harfe und eine Oceandrum – virtuos beherrscht von Jutta, Bruno, Bernd, Robert und Armin – entführten die begeisterten Zuhörer in eine fremde Klangwelt. Dabei entstanden intuitiv Bildgeschichten von Walen,die durch die Ozeane ziehen oder heulenden Wölfen in den weiten Wäldern Kanadas. Der Magie dieser archaischen Musik konnte man sich nicht entziehen und anhaltender Applaus belohnte die Musiker für ihr wunderbares Konzert.

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